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Bender-Abbas
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Zum Streit um den Monismus

Telegrammen der englischen Regierung nimmt der englische Telegraph in Persien auch die telegraphische Privatkorrespondenz nach Europa und Indien an und erhebt hierfür einen sehr hohen Satz, uud zwar für Telegramme nach Europa (darunter auch Rußland) etwa 2 Mark für jedes Wort; dafür werden die Telegramme aber auch sehr rasch und zuverlässig befördert. Ein Teil dieses Geldes fällt auf Grund einer besondern Übereinkunft der persischen Regierung zu; nichtsdestoweniger erzielt auch der Telegraph selbst, wie alle Welt weiß, eine bedeutende Reineinnahme.

Neben dieser Haupttelegraphenlinie haben die Engländer vor mehreren Jahren von der persischen Regierung noch die Telegraphenlinie Teheran-Meschhed gepachtet und sie in tadellose Ordnung gebracht. Auch sie ist von großer Be­deutung für Handel und Politik: Meschhed liegt etwa 250 Kilometer von Aschabad an der transkaspischen Eisenbahn und etwa 350 Kilometer von Herat ent­fernt. Zudem ist es die Hauptstadt von Chorasan, einer der reichsten Provinzen Persiens, und außerdem die heilige Stadt der Perser.

Auf diese Weise befinden sich in den Händen der Engländer in Persien in den wichtigern Richtungen von Norden nach Süden und von Westen nach Osten Telegraphenlinien. Sie berühren jedoch nirgends die persische Küste des Kaspischen Meeres, die fast vollkommen ohne telegraphische Verbindung ist.

Zum streit um den Monismus

line politische Partei entsteht, wenn sich Staatsbürger, die gleiche Interessen haben, zu gemeiuscimem Handeln vereinigen. Ändern sich im Wandel der Zeiten die Interessen, so löst das die Partei nicht auf. Im Parteikampfe hat der Parteiname seinen selbständigen Zauber erworben, und in dem von ihm beherrschten Kreise versteht es sich von selbst, daß ein anständiger Mensch nichts andres als liberal, konservativ, freisinnig, Zentrumsmann oder wie es sonst heißen mag sein könne. Und die neuen Interessen, die an die Stelle der ursprüng­lichen, Namen gebenden getreten sind, bedienen sich ganz ungeniert der für andre Zwecke geschaffnen Parteiorganisation und des nicht mehr passenden Namens. Ganz ähnlich verhalten sich die wissenschaftlichen Parteien. Die Mannigfaltigkeit der Dinge und der Naturvorgänge ans möglichst wenig Klassen von Elementen und auf womöglich eine gemeinsame Ursache zurückzuführen, um sie von da aus versteh» und beherrschen zu können, fordern Gemüt, Wissenschaft und praktische Interessen. Bei dieser Reduktionsarbeit kommen die einen zu einem Urelement, andre zu zweien oder mehreren solchen Elementen. Bietet sich nun der einen Gruppe von Denkern eine mächtige Presse als