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Gin Mittel zur Förderung unsers gemeinnützigen Lebens
solche Steuer zu, so würde auch hieraus eine beträchtliche Gesamtsumme erzielt werden. Jedenfalls kann aus der hohen Summe der Zinsen aus den ungeheuern Summen in den Sparkassen (rund fünfzehn Milliarden Mary und aus den Einlagen auf Nechnungsbücher bei den Banken und Bankiers für die Reichskasse eine nicht unbedeutende Summe von den ihr so notwendigen Einnahmen gezogen werden, ohne daß jemand empfindlich getroffen wird.
Gin Mittel zur Förderung unsers gemeinnützigen Lebens
Ein Vorschlag von Dr. Ernst Schultze in Hamburg - Großborstel
i nser gemeinnütziges Leben hat sich zu reicher Blüte entwickelt. Neben zahllosen Wohltätigkeitsvereinen vom kleinsten bis zum größten Umfange, neben wohltätigen und gemeinnützigen Stiftungen, neben der staatlichen, städtischen, kirchlichen und rein I privaten Wohlfahrtspflege auf den verschiedensten Gebieten haben wir unzählige Vereine, die sich gemeinnützigen Ausgaben der mannigfachsten Art widmen: der Bekämpfung des Alkoholmißbrauches und der Veredlung der Volksgeselligkeit, der Förderung der Volks- und Jugendspiele, der Bekämpfung der Tuberkulose, der Verbreitung guter Bücher, der Förderung entlassener Sträflinge, der Erhaltung der alten Heimatkunst, der Hebung der künstlerischen Kultur usw. Vielleicht ist nichts für die Vielseitigkeit unsers Kulturlebens bezeichnender als diese unermeßliche Reichhaltigkeit unsers gemeinnützigen Lebens. Wer könnte wohl behaupten, dies in seinen mannigfachen Formen und Äußerungen zu übersehn? Nicht einmal die „Zentralstelle für Volkswohlfahrt", die vor zwei Jahren aus der alten „Zentralstelle für Arbeiterwohlfahrtseinrichtungen" entstanden ist, wird einen zureichenden Überblick darüber haben. Und so liegt die Gefahr nahe, daß trotz des warmen Idealismus, der sich auf so vielen verschiednen Gebieten praktisch betätigt, trotz der großen Geldmittel, die für unser gemeinnütziges Leben aufgewandt werden (wenn man die Ausgaben all der verschiednen Einzelvereine, Stiftungen usw. zusammenzählt), trotz des Eifers, mit dem allenthalben auf gemeinnützigem Gebiete gearbeitet wird, doch eine große Kraftverschwendung stattfindet, die um so bedauerlicher ist, als unzählige gemeinnützige Aufgaben noch ihrer Lösung harren.
Wirklich ist diese Kraftverschwendung sehr groß. Der eine Verein weiß vom andern nicht viel oder überhaupt nichts. Es kann vorkommen, daß für denselben Zweck in einer und derselben Stadt zwei oder noch mehr verschiedne Vereine bestehn, oder daß jemand, der nicht aus Eitelkeitsgründen dazu getrieben wird, einen neuen Verein für eine Sache begründet, für die ein alter