Humboldts Hümmntätsibee
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das zeitliche Risiko des Ablebens innerhalb der Versicherungsdauer gedeckt und dem Versicherten die Wahl gelassen, nach Ablauf der vorgesehenen Zeit die Versicherung aufzugeben oder auf eine neue Anzahl von Jahren (ohne nochmalige ärztliche Untersuchung) zu verlängern; diese Verlängerung kann wegen des steigenden Lebensalters des Versicherten, das heißt wegen der größern Sterbenswahrscheinlichkeit nnr erfolgen, wenn entweder die Prämie erhöht oder bei gleichbleibender Prämie die Versichernngssumme ermäßigt wird. Wie ohne weiteres in die Augen fällt, kann diese Ermäßigung der allmählichen Abzahlung (Amortisation) des zur Deckung der Erbschaftssteuer aufgenommnen Darlehns oder einer Hypothek angepaßt werden. Eine Police dieser Art bietet die Grundlage für einen ebenso sichern als entsprechend billigen Kredit; sie ergibt die einleuchtende Möglichkeit, mit einer jährlich gleichbleibenden, ihrer Höhe nach den jeweiligen wirtschaftlichen Verhältnissen angepaßten Summe jede Form einer Nachlaßbesteuerung zu bestreiten und damit dem einzigen Einwand gegen diese, der überhaupt ernsthaft genommen werden könnte, den Boden zu entziehen.
«ammergerichtsrat Otto Hagen in Berlin
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Humboldts Humanitätsidee
us dem Briefwechsel Wilhelms von Humboldt mit seiner Braut und Gattin, Karoline von Dacheröden, den Anna von Sydow herausgibt, tritt dem staunenden Leser das Bild des denkbar vollkommensten, eines unglaublich vollkommnen Liebesbundes entgegen. Die Glut Heloisens verblaßt neben der dieses Paares, und nichts von den Peinlichkeiten jener mittelalterlichen Liebesgeschichte haftet 'hm an: es ist ein legitimer, von aller Welt anerkannter Bund, der den Liebenden ruhiges, gleichmäßiges, nie getrübtes Glück gewährt und sie bis zum Grabe, ia über das Grab hinaus aneincmderkettet. Schönheit, Liebe, Humanität, von lesen drei Ideen waren die beiden Kreise erfüllt, in denen der junge Humboldt ^fte, der Berliner und der thüringische, aber keinem andern Mitgliede dieser kreise war es vergönnt, die genannten Ideen voll zu verwirklichen, als Humboldt und seiner Gattin. Sie waren beide ideal schön, ebenso ihre Kinder; ein »amilienbild etwa mit dem ältesten Sohne würde die Trinitüt von Mann, -Veib und Kind, die erst der ganze Mensch ist, in höchster Vollendung dargestellt laben. Und der Form entsprach der Inhalt des reinen, starken und reichen eelenlebens, das die beiden, immer harmonisch zusammenstimmend, ineinander ^gössen. „Die geistigsten Kräfte der Seele, schreibt er einmal seiner Li ^Li und lll Pflegten sie einander anzureden^ müssen rege sein und doch stark in die Ichvne Sinnlichkeit übergehn. Denn eben dies Vorschweben des Geistes in den