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Die französische Bahnkonzession in Abessinien
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Nachlaßsteuer und Lebensversicherung

satt haben sollte und nun den Bau der von ihm so dringend ersehnten und immer noch nur auf dem Papier stehenden Bahn in eigner Regie ausführen sollte. Am schnellsten käme er höchst wahrscheinlich auf diese Weise zum Ziel, und außerdem hätte er dabei den großen Vorteil, die wirtschaftliche Abhängigkeit seines Reichs von europäischen Nationen, die mehr und mehr zu einer politischen zu werden droht, in einem besonders wichtigen Punkt abgeschüttelt zu haben. Die Meldungen von der ersehnten Annullierung der französischen Bahnkonzession klingen danach durchaus nicht unwahrscheinlich.

Nachlaßsteuer und Lebensversicherung

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ie Grenzboten haben schon am 29. Oktober 1908, noch vor Beginn des eigentlichen Kampfes um die deutsche Neichsfincmzreform, auf die gewaltigen Summen hingewiesen, die in England aus I dem dortigen System der veatd Outies gezogen werden, zugleich !aber auch auf die überraschende Tatsache, daß die leidenschaft­lichen Angriffe und unheilvollen Prophezeiungen, die es auch dort bei jedem Reformversuch gegeben hatte, nach wenig Jahren der Geltung der Steuer ver­stummt sind; was vorherunbarmherzige Plünderung des Grundbesitzes mit Hilfe der Erbschaftssteuern" genannt worden war, wurde gerade von landwirt­schaftlicher Seite demnächst als dieallergerechteste und gleichmäßigste Steuer­quelle" anerkannt, die den Grund und Boden keinesfalls mehr bedrücke als andre Vermögensarten. Als die englische konservative Partei wenig Jahre nach der Hareourt's Ketorin Lilt zur Parlamentsherrschaft gelangte, hatte sie sich innerlich und äußerlich mit dem verhaßten Gesetze (Kein Gewaltherrscher des Ostens, kein Nobin Hood, kein Robert Macaire hätte jemals ein solches System der Kontribution ausdenken können") ausgesöhnt, und von einer Ab­schaffung der Steuer ist nicht die Rede gewesen.

Die englischen Verhältnisse sind noch nach einer andern Seite lehrreich und wertvoll für die Würdigung gewisser Bedenken gegen die Nachlaßbesteuerung, gleichviel in welcher Form sie schließlich durchgeführt werden soll. Man hat den Familiensinn heraufbeschworen und es für unschicklich und verhängnisvoll erklärt,die Steuerschraube an dem Leichenwagen anzusetzen". Schlagend genug ist die Hinfälligkeit eines derartigen Einwandes; mit jedem Erbschafts­fall sind geschäftliche Anforderungen, Förmlichkeiten, Rechtsakte und Auf­wendungen unvermeidlich verbunden, denen gegenüber die geplante Neichsab- gabe kaum ins Gewicht fallen kann. Gleichwohl ist es vielleicht nicht überflüssig, darauf hinzuweisen, daß der englische Geschäftssinn schon längst andre Mittel