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Die älteste Kunst der Germanen
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Gefängnisbilder

Jahrtausend vorüber. Die Tätigkeit der Wandalen in Afrika, die gewiß nicht unbedeutend ist, bleibt noch zu durchforschen. Man kennt aus Beschreibungen die Thermen der Könige Thrasamund und Hilderich, eine Basilika, einen Palast sowie die Stadt Alikana, die von den Vandalen erbaut sein sollen.

Jedenfalls ist durch diese Arbeit der alte Aberglaube von dem Vcmdalismus der germanischen Völker ein für allemal zerstört. Daß in Kriegszeiten Kunst­schätze verloren gehn oder zerstört werden, das haben wir ja noch in der Neuzeit erfahren müssen, in Friedenszeiten aber hat der große Thcoderich viel getan, um römische Kunstschätze vor der Zerstörungslust des römischen Klerus zu bewahren, und alle germanischen Volksstämmc haben darin gewetteifert, ihre Denkart in künstlerischen Arbeiten darzutun. Fortan sollte nun der heranwachsende Germane hier eine Anregung zum Studium seiner Rassenkunst finden; er würde sich diesem Studium mit mehr Eifer und Liebe hingeben als dem ihm auf­gezwungnen Studium der Antike, er würde sich selbst und seine Kraft finden und nicht mehr erst lange nach dem ihm eignen Wege suchen müssen. Es liegt unbewußt in unsrer Zeit des erwachenden Germanentums das Suchen nach jener alten verschollnen Ausdrucksweise, und bedeutende moderne Künstler ge­stalten oft instinktiv in uralten germanischeu Formen. Das macht, weil unsre Rasse mächtig in den Vordergrund getreten ist und im Begriff steht, noch einmal unvergängliche Denkmäler germanischer Kultur der Nachwelt zu überlassen. Da klingt dieses Buch wie ein Weckruf,unser Eigenstes wieder neu zu beleben, uns wieder ganz auf uns selbst zu besinnen und zu versuchen, aus den Ur­gründen unsers Wesens das Beste nur für unsre eigne Zukunft hervorzuholen, um endlich auch unsrerseits in der Geschichte der Menschheit die uns zugewiesne Stelle einnehmen zu können".

Gefängnisbilder

von Gertrud petersson, Strafanstaltsoberbeamtin in Köln am Rhein

! uchthcms, Gefängnis mit leisem Schauer hören alle, die jenseits der Mauern stehen, diese beiden Worte! Mit scheuen und doch neu­gierigen Blicken werden die vergitterten Fenster, die hohen Mauern gemustert. Was spielt sich hinter ihnen ab, ist es nicht, als wären die Mauern dazu da, der Sonne den Weg zu versperren, als sollten I sie Schatten werfen, Schatten über das Leben der Menschen, die oft nur ein unerträglich schweres Schicksal hinter sie trieb? Es ist nicht der Schatten, den man an einem heißen Sommertage sucht, er ist nicht kühl und erquickend, schwer legt er sich auf das Gemüt eines jeden; es ist, als wäre die Luft voller Tränen. Wer jemals gesehen hat, wie sich das schwere Tor schloß hinter einem Unglücklichen, wie er für Jahre, ja vielleicht für immer Abschied nehmen mußte vom Leben, der wird sich auch nicht des Mitgefühls haben erwehren können, das ihn bei dem Anblick dieser Unglücklichen ergreifen mußte.