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Szenische Ausstattung. 2. Dekorationen
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Dte Dame mit dem Grden

durch eine szenische Andeutung gerecht geworden, während die Annahme, daß sich in demweiten Reims" der Kranz nicht ununterschiedlich um jede Säule gewunden haben werde, und daß der dem Publikum gezeigte Saal ja eben­sogut zu den ungeschmückt gebliebnen Räumen gehört haben könne, kaum den Beifall der Zuschauer gefunden haben würde.

(Schluß folgt)

Die Dame mit dem Orden

Aus dein Englischen von G. Bergmann

(Fortsetzung)

Hiroshima, April 1904

T

! estern kam die amerikanische Post nach dreiwöchiger Verzögerung. Keins von uns war etwas nütze während des übrigen Tages. Zwanzig Briefe und zweiundfünfzig Zeitungen für mich! Wunderst du dich da noch, daß ich fast ein Loch in den Teppich tanzte! Die Nachrichten von zu Hause waren so froh und erheiternd, und ! dein Brief brachte einen Sack voll Trost wie für ein Zweijähriges. Es sah dir so ähnlich, diese kleine Landpartie auszudenken und Jack als deinen Helfer anzustellen. Ich verfolgte alles, was du tatest, mit höchstem Interesse von den täglichen Wanderungen im Walde bis zu den gemütlichen Abenden um die Holzfeuer. Ich sehe den alten Jack vor mir, zuerst zu Tode gelangweilt, aber entschlossen, wenn es nötig sein sollte, auf dem Altar der Freundschaft zu sterben, nach und nach aber sich erwärmend, wie er es immer im Freien tut, und zuletzt die Seele der ganzen Gesellschaft. Wer ist Dr. Leet, der mit war? Ich besinne mich, in prähistorischen Zeiten mit einem sehr eleganten Jüngling dieses Namens einen Kotillon getanzt zu haben. Er war Student in Jale, sehr reich und sehr vornehm. Ich trug seine Verbindungsnadel die ganze folgende Woche auf der Brust.

Die amerikanischen Kriegsberichte haben uns sehr amüsiert. Durch die Zeitungen erfahren wir die allerwunderbarsten Dinge über Japan und seine Bewohner. Man versetzt ohne Erröten große Städte von der Küste auf eine Insel im Binnenmeer, man transportiert Truppen von Orten, die keinen Hafen haben, und man erzählt vom Volke unerhörte Gebräuche.

Wir leben noch immer in bewegten Zeiten. Die Stadt ist von Truppen überschwemmt, und überall hemmen uns die Soldaten. Natürlich sind ihnen Aus­länderinnen sehr interessant, und oft folgen sie uns und machen lustige Bemerkungen, aber noch kein einzigesmal haben wir Roheiten gehört. Unter all den Tausenden, die hier einquartiert find, habe ich erst zwei Betrunkne gesehen, und sie waren nur leicht angeheitert von Saki. Es herrscht beste Ordnung und Disziplin, und nach neun Uhr abends sind die Straßen ruhig wie in einem Bergdorfe. Letzt­hin gingen einmal fünf von ihnen, reine Knaben, in bürgerlicher Tracht mitten