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Die Reichsversicherungsordnung. 2
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H. G. Wells, ein sozialistischer Phantast

auch die Sorgen der Zukunft. Zur Abrundung des Ganzen wird zwar manche scharfe Ecke abzuschleifen sein, diese Arbeit wird aber verhältnismäßig geringe Mühe verursachen, wenn der Geist, aus dem das Reformwerk hervorgegangen ist, den Reichstag durchdringt und über Kleinlichkeiten hinweghebt.

G. ll)ells, ein sozialistischer Phantast

>ine Ergänzung zu den Ideen, die Wells in seinem Buche ^.nti- eivaticms entwickelt, gibt sein Buch NkmKinci in ttik NaKinK, zu deutsch etwaMenschen im Werden".

Der Mensch der Gegenwart, davon geht Wells hier aus, ent- I behrt eines Leitgedankens für sein ganzes Leben und Handeln, denn die alten Formeln sind erschüttert und unzulänglich. An ihre Stelle müssen neue treten, die uns hinführen zu einem xudlio sxiritsä lits und uns in den Stand setzen, to 1sg,v6 tns vorlä Kotier, tnan ^vs tounä it. Dabei ist von der Grund­tatsache auszugehn, daß das Leben ein Gewebe von Geburten und der Kampf dafür ist, Leben zu erhalten, zu entwickeln und zu vermehren, eine Einsicht, die vor allem durch die Entwicklungslehre gefördert worden ist. Jede menschliche Einrichtung und Bewegung, jedes Unternehmen und jeder Zustand ist also danach zu bewerten, ob er mehr oder weniger beiträgt zu gesunden, hoffnungs­vollen Geburten, und nach der quantitativen und qualitativen Förderung, die jede unter ihrem Einfluß geborne Generation von Bürgern durch sie in der Richtung auf einen höhern staMarci ok Ute erfährt.

In der englischredenden Welt werden, behauptet Wells, in jeder Minute sieben Kinder geboren. Aber nicht nur aus diesen kleinen Wesen alles zu machen, was irgend aus ihnen werden kann, ist eine unermeßlich wichtige und doch vielfach vernachlässigte Aufgabe, sondern es gilt auch, schon aus ein früheres Stadium zurückzugreifen und zu versuchen, möglichst wertvolle Ge­burten zu bekommen. Das Prinzip, daß sich nur die Tüchtigen vermehren sollen, die Schlechten nicht, ist leicht ausgesprochen, um so schwerer aber durch­führbar. Die Analogie des Viehzüchters trifft nicht zu, denn weder ist bei den Menschen Gleichartigkeit das Ziel, wie bei den gezüchteten Tieren, noch handelt es sich bei den Menschen um wenige, meist äußere, leicht erkennbare Eigenschaften. Auch ist es ja keineswegs immer so, daß die Tüchtigen auch tüchtige Abkömmlinge zeugen, die Untüchtigen untüchtige. Solange nicht die Wissenschaft die Vererbungsgesetze weit besser aufgeklärt hat, wird sich der Staat hier des Eingreifens enthalten und es dem einzelnen überlassen müssen, nach bestem Gewissen zu handeln. Nur so viel kann der Staat tun, daß er