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Wem gehören die Falklandinseln?
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KW.

Wem gehören die Falklandinseln?

von s. Fr lisch in Dctmold

nde Februar des vorigen Jahres veröffentlichte das Pariser Bureau der argentinischen Zeitung 1,3,1'rsirsg. folgenden Bericht aus Buenos Aires:Der italienische Gesandte in Buenos Aires verhandelte mit der argentinischen Regierung betreffs der 1907 in Rom vereinbarten Zusätze zur Weltpostkonvention, die sich auf alle britischen Kolonien erstrecken soll. Dabei figurierten die Falklandinseln als englischer Besitz. Hierauf entgegnete der argentinische Minister des Aus­wärtigen, daß die Republik die Inseln als ihr Eigentum betrachte und darum die Kouvention nicht annehmen konnte, ohne gegen die Zurechnung der Inseln zu den britischen Kolonien zu protestieren." Es sei hier die Besicdlungsge- schichte jeuer entlegnen, der Magelhaensstraße bollwerkartig vorgelagerten Eilande in kurzen Strichen gezeichnet.

Auf seiner Reise um die Welt gründete der kühne französische Seefahrer Louis Antoine de Bongainville, der im Jahre 1766 an Bord seiner Fregatte La Boudeuse von St. Malo abgesegelt war, an der Ostküfte der östlichen Falklandinsel die Station Port Louis, versah die Niederlassung zu ihrem Schutze mit einem acht Kanonen starken Fort und errichtete einen Obelisken von Ton zu Ehren nicht des damals regierenden fünfzehnten, sondern des vierzehnten Ludwigs. Und da in der Folge noch zahlreiche Fischerfamilien von St. Malo den Weg nach jenen Inseln nahmen, so drückten die Franzosen ihre Besitzergreifung des wenig bewohnten Landes auch in der Namengebung aus und tauften die siebzig Jahre früher nach einem Lord Falkland benannten Inseln um in 1e8 Na,1onin<Z8 las NalvinÄS, ein Name, der im spanischen Südamerika bis zum heutigen Tage der gebräuchliche ist.

Zu derselben Zeit hatte auch eine Besiedlung von England aus auf einem Falkland nordwestlich vorgelagerten Jnselchen begonnen, der die Gemeinde Port Egmont ihre Entstehung verdankte. Unvermittelt trat nun Spanien auf den Plan und machte Frankreich seine Hoheitsrechte über die Inseln streitig; tat­sächlich gelangte Spanien nach Erlegung einer Geldsumme in ihren Besitz, der aber alsbald von England angefochten wurde. Acht Jahre zog sich die Fehde zwischen den beiden Nebenbuhlern hin, an Ort und Stelle in der Form von militärischen Plänkeleien zu Land und zu Wasser, in Europa in Gestalt eines diplomatischen Federkrieges. Schließlich zog die englische Garnison aus Port