Die Name mit dem Drden
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ein „Bauernspiegel", freilich ästhetisch größer und für uns, insbesondre uns Norddeutsche und Jüngere, wertvoller und vertrauter. Wir haben, wie ich oben gesagt habe, an ihm erfreulicherweise nichts gutzumachen, aber wir wollen dafür sorgen, daß sein Gedächtnis und seine Werke unverstellt und unverschüttet weiterleben.
WO ZU
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Die Dame mit dem Orden
Ans dem Englischen von G. Bergmann
(Fortsetzung) Hiroshima, Oktober 1903
ieder im Joch, und froh darüber! Ich habe den dritten Kindergarten mit dem Geld von zu Hause eröffnet, Es ist freilich nur ein kleiner, achtzehn Kinder im ganzen — es kamen fünfundsiebzig Anmeldungen —, doch es ist immerhin ein Anfang. Du hättest die Mütter sehn sollen, wie sie sich drängten, bettelten und flehten, daß ihre Kinder aufgenommen werden möchten. Die kleinen Kerlchen weinen und winseln, wenn sie wieder heimgehen müssen. Ich könnte wahrhaftig zum Straßen- rüuber werden, um nur genug Geld zu kriegen, damit ich diese Anstalt fortsetzen kann.
Meine Übungsschule für Helferinnen ist so interessant wie nur möglich. Als ich die Mädchen vor zwei Jahren übernahm, hatten sie das dritte Lesebuch. Mit zwei Ausnahmen habe ich sie alles gelehrt, was ich selbst zu Haus im Kursus gehabt habe, und außerdem können sie nun Englisch. Sie sind sehr ehrgeizig, und was glaubst du wohl, daß ihr Lebensziel ist? So lange zu lernen, bis sie ebensoviel wie ich können! Ach, Kameradin, ich möchte mein Gesicht vor Scham verstecken, wenn ich an die vielen versäumten Gelegenheiten in meinem Leben denke. Du weißt nur Zu gut, was für ein elendes bißchen Wissenskram ich besitze, aber etwas weißt du nicht, nämlich wie ich studiert, gearbeitet und bis Mitternacht aufgesessen habe, um dieses Stückwerk in etwas für meine Mädchen Nützliches zu verwandeln. Wenn sie schon unter einer oberflächlichen, albernen Lehrerin wie mir solche Fortschritte machen, was würden sie erst bei einer klugen Frau lernen?
Ich wünschte, du könntest mich heute abend sehn, wie ich hier sitze, umgeben von meinem ganzen Hausrat. Das Zimmer ist hell und gemütlich, und augenblicklich habe ich eine Stubengenossin. Es ist ein armes krankes Mädchen aus der Übungsschule, die ich pflege, seit ich wieder hier bin. Sie ist aus einer armen Familie auf dem Lande, ihre Mutter ist tot, und ihr Familienleben ist sehr unglücklich. Sie weint herzbrechend, wenn wir davon reden, sie heimzuschicken, und fleht mich an, ich möchte ihr doch helfen, gesund zu werden, damit sie ihre Studien fortsetzen könne. Natürlich ist sie eine große Last für mich, aber ich stehe ein wenig zeitiger auf und gehe ein wenig später zu Bett, und so läßt sichs machen. Wir fangen
uns über die Kriegswolken, die über diesem kleinen Aquarellgemälde hängen, zu beunruhigen. Das wilde alte Rußland setzt ihnen arg zu, und die Japaner werden sich nicht mehr viel bieten lassen. Sie üben und marschieren und exerzieren schon "uf Tod und Leben. Von Kuri, dem Kriegshafen her, hören wir den Donner der Kanonen, mit denen immerzu geübt wird. Auf dem Paradcplatz, in den Kasernen und auf den Landstraßen schreiten die Vorbereitungen vorwärts. Hohe Offiziere von