Kirche und Staat in Frankreich
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strengungen und pekuniäre Opfer aber auch noch nötig sein werden, die Armee vollzählig, nicht nur auf dem Papier, erscheinen zu lassen, so viel ist sicher: wenn sie erst ganz fertig dasteht und dann auch das Hauptnetz der Eisenbahnen vollendet ist, wird das so oft gedemütigte Reich der Mitte bei Freund und Feind als eine sehr wohl zu beachtende Macht angesehen werden.
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Kirche und Staat in Frankreich
von Carl Ientsch 1
er scheinbar plötzliche Abfall Frankreichs von der Kirche ist ein so merkwürdiges und ein weltgeschichtlich so bedeutendes Ereignis, daß man für jede Darstellung dankbar sein muß. die dazu beiträgt, es psychologisch verständlich zu machen. Der zweite Band des Werkes von Desdevises du Dezert*) (er ist jetzt voz^v. äs 1a ?g,vu1t6 äes I^ttros in Clermont-Ferrand) erfüllt die in dieser Beziehung am Schluß der Analyse des ersten ausgesprochne Erwartung. Der erste Band schloß mit Napoleons Konkordat. Dieses war durchaus ein Produkt politischer Berechnung. Napoleon soll bei der Unterzeichnung gelacht haben, und bei der zur Verkündigung und zur Vereidigung der Bischöfe in Notre-Dame veranstalteten Feier hatten die hohen Staatsbeamten und Generale Mühe, das Lachen zu verbeißen. Beim Verlassen der Kathedrale fragte der Erste Konsul den General Dalmas, wie ihm die Feierlichkeit gefallen habe. „Es war sehr schön; nichts fehlte als die Million Menschen, die beim Niederreißen dessen, was Ihr wieder aufrichtet, ihr Leben eingebüßt haben." Es folgten: der Streit mit dem Papste wegen der dem Konkordat bei der Publikation angehängten organischen Artikel, die Salbung zum Kaiser (die Krönung hat Napoleon bekanntlich eigenhändig vollzogen), die er trotz allem Toben vom Papste nur dadurch erlangen konnte, daß er vorher seine Ehe mit Josephine kirchlich einsegnen ließ, die Okkupation des Kirchenstaats und die Gefangennehmung des Papstes. In Fontainebleau entlockte und erpreßte „der große Komödiant" dem todmatten Greise alle Zugeständnisse, die er haben wollte. Das war 1812 vor dem Abmärsche nach Rußland. Nach der kläglichen Rückkehr fand der Kaiser den in Paris beliebt gewordnen Pins unbequem, und damit sich seiner nicht die 1813 anrückenden Österreicher bemächtigten, ließ er ihn nach dem Süden transportieren. Der Transport glich einem Triumphzuge. Ärgerlich fragte ein Staatsbeamter einen Bürger: „Was wollt ihr
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piimsiis st cts libr-ui'io 15 rus «Zc, (Auii^, 1908. Über den ersten Band ist im elften und Zwölften vorjährigen Hefte berichtet worden.