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H.G. Wells, dein sozialer Phantast. 1
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Die Überfüllung der Universitätslaufbahn

als einen verantwortungsvollen Vvrzng und nicht als ein Nachtasyl betrachten. Mit den unbrauchbaren Existenzen werden sie wenig Mitleid haben. Solche in die Welt zu setzen, ist abscheulich, und Leute, die so entartet sind, daß sie nur entartete Kinder erzeugen können, werden nur geduldet werden, voraus­gesetzt, daß sie sich nicht vermehren, sonst wird man sie töten. Ebenso wird man schwere Verbrecher töten, wenn sie unheilbar sind, eine Frage, über die die Wissenschaft künftig sehr viel sicherere Auskunft wird geben können als heutzutage. Überhaupt werden die neuen Menschen den Mut haben zn töten; scheint ein Mensch dauernd ungeeignet, in einem geordneten Weltstaate in Freiheit zu leben, so ist es besser, ihn mit einem Opiat zu beseitigen als ihn etwa einzusperren. Selbstmord der Unbrauchbaren wird eher als Pflicht denn als Verbrechen gelten. In der Tat, der Humanitätsduselei darf man Wells nicht bezichtigen!

Die Überfüllung der Universitätslaufbahn

von Lwald Horn

> m Anschluß an den ersten deutschen Hochschullehrcrtag zu Salz­burg im September 1907 hat Franz Eulenburg eine Schrift herausgegebenÜber die Lage und die Aufgaben der Extra­ordinarien und Privatdozenten", in der eine Menge Hochschul- ! fragen angeschnitten und zu weiterer Diskussion gestellt werden. Ich will das Grundprvblem herausheben: Ist die Universitätslaufbahn tat­sächlich überfüllt, und besteht eine Notlage des sogenanntenakademischen Nachwuchses"?

Am 1. Juli 1907 sollen ans sämtlichen deutschen und österreichischen Universitäten vorhanden gewesen sein: 3860 Lehrer, von denen nur 1437 Ordi­narien waren. Diesen standen also 2423 andre teils halboffizielle, teils in­offizielle oder freie und unbesoldete Lehrer gegenüber, unter denen sich neben wenigen Honorarprofessoren und Lektoren 2186 Extraordinarien und Privat- dozeuten (862 -j- 1324) befanden. Für Preußen insbesondre stellt sich das Verhältnis der Ordinarien zu den Extraordinarien und Privatdozenten wie 100 zu 161. Hiernach scheint es allerdings, als ob die akademische Lauf­bahn überfüllt sei. Dies zugegeben, so wäre der naheliegende Schluß der: Es ist nach Mitteln zu suchen, solcher Überfüllung als einem Mißstaude zu steuern. Eulenburg verführt anders: er sucht nach einer Erklärung und auch nach einer Rechtfertigung der vorhandnen Überzahl der Extraordinarien und der Privatdozenten. Wir wollen die Überfüllnng, die Erklärung und die Rechtfertigung nachprüfen.