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Samoa und die Samoaner
lassen soll. Wir müssen ihre gesunde, werbende und erhaltende nationale Arbeit unterstützen und dafür mehr Geldmittel aufbringen, als bisher geschehn ist.
Damit kann nicht nur das Ringen um ihr Volkstum den Deutschösterreichern erleichtert werden, die imstande sind, es aus eigner Kraft zu erhalten, sondern man kann auch da unterstützen, wo diese Kraft nicht ausreicht. Schon Korodi weist auf die Deutschen im Banat hin, die in günstig erscheinenden Zeiten so kurzsichtig gewesen sind, ihre deutschen Schulen dem Staat zu übergeben, und nun fast keine mehr haben, da die Unterhaltung besondrer deutscher Anstalten sehr kostspielig ist. Im nördlichen Ungarn geht es den Deutschen eigentlich noch schlimmer, und in Galizien wird ein systematischer Kampf gegen die Deutschen geführt, die überall ihre Schulen verlieren, wo ihnen die Kosten unerschwinglich werden. Leider fehlt über die galizischen Deutschen noch ein rein sachlich orientierendes Buch ähnlich dem Korodischen. Da sind überall große Gebiete, auf denen sich deutsche Mittel in der segensreichsten Weise um die Erhaltung des Deutschtums verdient machen würden. „Halte, was du hast", kann man dem deutschen Volke nicht oft genug zurufeu. Seine nationalen Güter liegen nicht unter dem Schutze des Reichsschwerts allein, sie sind weit durch die Lande verbreitet, wohin das Schwert nicht reicht, und wo das Volkstum als solches für Schutz und Erhaltung eintreten muß. Jede Seele, die der deutschen Sprache verloren geht, bedeutet auch einen Verlust an der deutschen Weltgeltung, die nicht durch Renommieren mit den Kürassierstiefeln Bismarcks und nicht einmal durch ein Rasseln mit dem Säbel zu vermehren ist. Das erste kostet zwar nichts, hilft aber auch nichts, und das andre würde zwar viel kosten, aber höchstens neue widerwillige Elemente ins Reich bringen, deren es schon genug hat. Erhaltung und Ausbreitung der deutschen Sprache ist das beste Mittel, um die Geltung des Deutschtums zu erhöhen. Mit Recht hat schon Treitschke gesagt, daß das Volk, dessen Sprache am verbreiterten auf der Erde sein werde, auch die stärkste Weltmacht werden würde. Ein Blick auf England lehrt, wie sehr er recht hat. _ -y-
^»amoa und die Samoaner
Von Rudolf U? agner in Berlin
ach der neusteu Deukschrift über die Entwicklung von Samoa war in der Kolonie alles in bester Ordnung, und zur Zeit der Abfassung dieser Denkschrift mag dies auch der Fall gewesen sein. Aber auch als jüngst über den Etat von Samoa im Reichstag verhandelt wurde, stellte die Negierung die vor einiger Zeit gerüchtweise gemeldeten Unruhen in Abrede uud betonte mit Entschiedenheit, daß keinerlei Anlaß vorliege, an dem guten Verhältnis zwischen Gouvernement und Eingebornen zu zweifeln. Aber die Regierung hat mit ihrer Eingebornen-
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