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die Streitkräfte
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Uaramsin und Wieland

Brot ein Gemisch von Sand und Mehl! Dabei herrscht aber in Persien nicht etwa Hungersnot, auch hat es nicht etwa eine Mißernte gegeben! Tausende Halvar (ein Halvar 320 Kilogramm) von Weizen faulen in den Speichern der verschiednen Beamten, Gutsbesitzer und Muschtahiden. Die wirtschaftliche und finanzielle Krisis des Landes, die schon während der letzten Jahre der Regierung des Schahs Nasir ed Din einsetzte, hat ihren Höhepunkt erreicht. Der Kredit und die Autorität der Regierung sind so gesunken, daß ihr niemand mehr ohne Bürgschaft Geld leiht.

Die von dem jahrhundertelangen Despotismus aufs äußerste entkräftete und völlig verarmte Bevölkerung hat sich gegen ihre Regierung erhoben und die Einführung einer Konstitution erzwungen.

Das erste persische Parlament, die Medschlis, aber hat sich, von den Endschu- menen unterstützt, mit einer ganzen Reihe kategorischer Forderungen an den Schah gewandt, die dem persischenKönig der Könige", der die unumschränkte Gewalt eines asiatischen Despoten ererbt hatte, jedoch zu radikal erschienen. Um aus der schwierigen Lage herauszukommen, verließ der Schah heimlich Teheran und verschanzte sich in einem seiner außerhalb der Stadt gelegnen Paläste. Von hier aus stellte er nun seinerseits eine Reihe von Forderungen an das Parlament, gestützt auf seine Kasakenbrigade, und ließ schließlich, ohne den Ausgang der Unterhandlungen abzuwarten, die Volksvertreter auseinander­jagen und das Parlamentsgebäude zerstören. Augenblicklich, Ende August, ist der Herd der revolutionären Bewegung die Stadt Täbris, in der sich viele Führer der Endschumenen und die übrigen Anhänger der konstitutionellen Staats­form verborgen haben.

Rußland und England aber sind infolge des zwischen ihnen abge­schlossenen politischen Vertrags passive Zuschauer der sich in Persien ab­spielenden Ereignisse.

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Karamsin und Wieland

von Dr. valerian Tornius

as achtzehnte Jahrhundert war das Zeitalter der Reisen, aber nicht solcher Reisen, die wie heutzutage meist Erholungs- oder Vergnügungszwecken gewidmet sind, sondern jener Reisen, die unternommen werden, um Land und Leute, Sprache und Sitten, Wissenschaft und Kunst fremder Völker kennen zu lernen. Es ist begreiflich, daß in einer Periode, wo der Postwagen noch als einziges Verkehrsmittel diente, das Reisen viel mehr Zeit als jetzt in Anspruch nahm. Man verweilte länger an den verschiednen Orten, knüpfte Bekanntschaften mit

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