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Russische Briefe. 12. Rußland, Deutschland und die Polen
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Die preußische Artillerie im Dienste des Rüstenrettungswesens

besitzt, ein größeres Interesse als die andern Staaten, die Polenfrage in ihrer Gesamtheit mit größter Aufmerksamkeit zn verfolgen, und muß zu verhindern suchen, daß eine Lage eintritt, bei der ein bedeutender Teil des polnischen Volks Fortschritte macht. »Wir kämpfen gegen das gesamte polnische Volk«, dieses Bekenntnis ertönt immer offner in der deutschen offiziösen Presse." Die Leser der Grenzboten wissen, daß bisher der preußischen Regierung nur der Vorwurf gemacht werden konnte, sie kümmere sich zu wenig um die Vor­gänge außerhalb Preußeus. Infolgedessen fallen die von Dmowski erhobnen Beschuldigungen in sich zusammen.Von Jahr zu Jahr entwickelt sich uud befestigt sich bei den Polen die Überzeugung, daß die hauptsächlichste Gefahr für ihr nationales Dasein die Deutschen (das Deutsche Reich) bilden, und daß der Kampf gegen sie das entscheidende Moment des Daseinskampfes des polnischen Volks darstellt."

Das wäre ein mannhaft Wort, wenn es nicht den Zweck verfolgte, sich in Rußland Bundesgenossen zu suchen, von denen Dmowski in seiner Bro­schüreVom nationalen Egoismus" noch vor gar nicht langer Zeit gesagt hat, er bedürfe ihrer nicht. Die Schlußfolgerungen, die wir aus dieseu Aus­führungen des polnischen Führers ziehn, aber lauten: Studium und Auf­klärung der Polenfrage auch außerhalb Preußens!

Die preußische Artillerie im Dienste des Küstenrettungswesens

Lin Beitrag zn ihrer Geschichte von Ludwig Rein in er 2. Lin Artillerieoffizier vom Strand (Schluß)

> ach der Beendigung des Krieges mit Dänemark stellte Hauptmann Trost die zur Ergänzung des Apparattorsos nötigen Arbeiten lind Anschaffungen zusammen. Die Kosten beliefen sich auf 11000 Taler. Die Regierung beantragte nun beim Ministerium ! nicht nur für Glowe, sondern auch für Mönchgut eine Station, da an der Südspitze dieser Halbinsel das Landtief, die belebteste Straße der vorpommerschen Gewässer, liege. Wir erfahren aus diesem Berichte, daß der Mörser für den Apparat schon im Jahre 1832 requiriert wurde, von dem Artilleriedepot aber nicht abgegeben werden konnte, da nur ein siebenpfündiger Mörser vorhanden und als Übungsgeschütz unentbehrlich war.

Das Ministerium wünschte auf den Bericht der Regierung hin die For­mation des Strandes und des Vorlandes bei Glowe und Mönchgut kennen zu lernen, da nach einem frühern Berichte der Negierung wegen der großen

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