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Baleno, der Jagdfalk : eine Geschichte aus der Krähenhütte
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Maßgebliches und Ünmaßgebliches

jedoch einen Büffelkäse, der eine Delikatesse für alle Freunde eines kräftigen MöjMs- pariüms sein. muß.

Ich setzte mich an den Tisch, zog mein Messer heraus und begann meinen müden Leib mit Speise und Trank zn stärken, wobei ich von zweiundzwanzig Kinder-, zwölf Schweine- und sechs Hundeaugen neugierig-begehrlich betrachtet wurde.

Als ich gesättigt War. erhob ich mich und trat zu Beppo an die Tür, denn das Bedürfnis nach frischer Luft machte sich in dieser Atmosphäre von Rauch, über­gekochter Milch, Käse, trocknenden Tierhäuten nnd schmutzigen Kleidern mit elemen­tarer Gewalt geltend. ,

Der Himmel war bleigrau mit einem schwefelgelben Streif am Horizont, das Schilf des Hüttendaches und das des nahen Sumpfes rauschte, der Wind Pfiff und seufzte, und von der nicht allzufernen Landstraße stieg eine weiße Staubwolke auf und glitt wie das geblähte Segel einer Tiberbarke über die Ebene dahin.

Beppo streckte die flache Hand aus. Wahrhaftig, es fielen schon die ersten, Haselnußgrößen Tropfen. Wo mochte jetzt die elegaute Jagdgesellschaft sein? Der Gedanke an meine schöne Unbekannte nahm mich so ausschließlich in Auspruch, daß ich auf die Unterhaltung meines Gastfreundes nur mit sehr geteilter Aufmerksamkeit einging. "^ , ^5^ v.:^^^

Plötzlich faßte ich einen Entschluß, für den der gute Beppo, wie ich seinen erstaunteu Augen anmerkte, nicht das geringste Verständnis hatte. Ich warf meinen Mantel über hie Schultern, stülpte den Hut auf und stieg mit raschen Schritten zu dem Hügel hinter der Hütte empor. Von dort mußte ich die Straße-und? eine weite Strecke des welligen Landes überschauen können,, , - .-v, ,

, , (Schluß folgt) ^^1'^^^/'"^

Maßgebliches und Unmaßgebliches

Reichsspiegel ^ Berlin. 29. März 1908

(Zur Beendigung des Streits zwischen Reichstag und Presse. Der Reichs­kanzler über die auswärtige Politik.' Fürst Bülow über das Wahlrecht. Die Monarchenbegegnung in Venedig. Fürst Bülow in Wien.) . ^ /

Im Reichstage hat Fürst Bülow verschiedentlich das Wort ergriffen. Er sprach am 24. März über die auswärtige Politik des Reichs und am 26. über innere Fragen, insbesondre die Frage des preußischen Wahlrechts. Schon am Montag Kr vergangnen Woche verhandelte der Reichstag über den Etat der Reichskanzlei und des Auswärtigen Amts und erwartete, daß Fürst Bülow in die Debatten eingreifen werde. Aber es geschah nicht, denn noch bestand der merkwürdige Zustand fort, von dem wir in der vorigen Woche berichten mußten, der Kriegszustaud zwischen Reichstag und Journalistentribüne, der erst am Dienstag Abend beigelegt wurde. Man kann es dem Reichskanzler nicht verdenken, daß er abwartete, bis die Beendigung dieses Streits in sichrer Aussicht stand.

Über den Krieg zwischen Parlament und Tribüne haben wir neulich schon das Notwendigste gesagt. Es ist nur einiges noch nachzutragen. Im Reichstage suchte Grenzboten II 1908 7