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Eine Denkschrift aus dem Jahre 1850 über den Aufenthalt des Prinzen in Koblenz
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Internationale Wirtschaftspolitik

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ganzen Wichtigkeit zu erfüllen, und zu sehr Lebemann, um seine Pflicht als Diener des Königs in dem Zurückziehen aus einer dem Königlichen Ansehen entgegenwirkenden Geselligkeit zu erkennen, die ihm freilich Annehmlichkeiten und Anerkennung darbietet. Obrist von Griesheim ist durch Klugheit und Geschicklichkeit jedenfalls das bedeutendste Mitglied der Partei.

Allein auch außerhalb des rheinpreußischen Gebiets hat die Koblenzer Agitation einen der Negierung schädlichen Einfluß geübt, so namentlich in den für preußische Interessen so wichtigen Städten Mainz und Frankfurt. In Mainz, wo General von Schack mit der größten Klugheit, unnachsichtigen Strenge und feinem Takt alle die vielen aus den dortigen Verhältnissen entstehenden Aus­wüchse beseitigt, und in Frankfurt, wo unverkennbar das Vertrauen zu Preußen seit Beschickung des Bundestages wieder gehoben ist, wird durch die unaufhör­lichen Koblenzer Agitationen eine Durchführung der jetzigen Politik sehr erschwert. Soll sie fest und energisch in einem Sinne und nach einem leitenden Prinzipe zur Geltung gebracht werden, so darf in Koblenz nicht länger ein Lager geduldet werden, welches, gestützt auf eine konservativen Grundsätzen abgeneigte Bevölkerung und auf Ansammlung von Unzufriedenen jeder Gattung, dem Berliner Zentral­punkte, ja Preußens wahrem Wvhle beharrlich und leider nicht ohne Erfolg entgegenarbeitet.

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udolf Kobatsch empfiehlt in seinem Buche: Internationale Wirtschaftspolitik (Wien, Mcmzsche Hof- und Universitäts­buchhandlung, 1907), den mit diesem Titel bezeichneten Teil der Staatswissenschaften als eine besondre Disziplin zu behandeln, und sein Buch ist auch schon ein Lehr- und Handbuch dieser Disziplin. Die Handelspolitik pflegt zwar schon längst als ein gesonderter Teil der Nationalökonomie dargestellt zu werden, aber sie deckt sich nicht mit dem, was Kobatsch meint. Denn sie umfaßt auch den Binnenhandel, und andrerseits beschränkt sich der wirtschaftliche Zusammenhang der Völker und Staaten untereinander nicht auf den Güteraustausch; es kommen der Menschen- und der Kapitalienverkehr hinzu, und der zweite übertrifft heute schon dem Geldwerte nach den Warenaustausch, der im Jahre 1905 rund 100 Milliarden (Druckfehler: Millionen!) Mark betrug, um das Doppelte. Wie der Verfasser nach einem Bericht in der LtMstiaus intsing-tion^ls äss valsurs mom'IiersL mitteilt, belief sich die Gesamtsumme dieser Werte im genannten Jahre auf 570 Milliarden Franken; davon befanden sich 345 Milliarden im Besitz der eignen Staatsangehörigen der Emissionsländer, während 225 Milliarden im Auslande untergebracht waren. Die neue Disziplin wird definiert alsdie