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Die Winterausstellung der Akademie der Künste in Berlin
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Eine Lisenbahnfahrt von Sevilla nach Lordoba

vertreten. Leider aber Eberlein, dessen wahrhaft unmöglichePallas Athene", die vor einem wagenradgroszen Lorbeerkranz ihre nackten Glieder reckt, eines der wenigen Werke ist, die unter dem Niveau der Ausstellung bleiben.

Auch eine kleine Architekturabteilung ist vorhanden, leider lange nicht von der Bedeutung, die sie auf der vorjährigen Akademieausstellung hatte. Am er­freulichsten berühren die Entwürfe von Otto March Mharlottenburg) zu kleinen Kirchenbauten im Rheinlande. March arbeitet hier ohne Materialvergeudung in einfachen Formen, die sich dem späten Rokoko nähern, da aus ihm der Louis Seize-Stil entwächst: vor allem scheint rühmenswert, wie geschickt er die Turmanlagen für die Gesamtwirkung heranzieht! Mit allem Nachdruck sind da­gegen die Entwürfe Franz Schwechtens, des Erbauers der Kaiser-Wilhelm- Gedächtnis kirche, für die geplanten Kölner Nheinbrücken zu bekämpfen. Auch hier wieder die sinnlose Verbindung von moderner sachlicher Eisenkonstruktion mit mittelalterlichen Portalen. Pfeilern und Galerien, beinahe Kreuzgängen glaubten die Kölner, ihren historischen Sinn in allen Ehren, diese Konzession dem Stadtbilde machen zu müssen? Sind wir in der Tat immer noch nicht aus der unglücklichen Periode der gotischen Bahnhöfe, der Renaissancepostämter und der Villen im Raubritterburgenstil heraus? In Köln werden jetzt die Direktorenposten der beiden hochbedeutenden Sammlungen, des Wallraf-Richartz- und des Kunstgewerbemuseums, mit neuen Männern besetzt: möchte ihrer Wirk­samkeit ein Erfolg auch über die Museumsmauern hinaus in die Tiefe und Weite beschieden sein! Dr. Walter Lohen

(Line (Lisenbahnfahrt von sevilla nach (Lordoba

Reisebilder von Martin Andersen Nexö

! inen ganzen Monat hat Sevilla uns festgehalten, nun aber muß es ein Ende haben. Eines Tages gleich nach Neujahr entschließen wir uns kurzerhand, rollen zum letztenmal durch die alle Sinne weichlich betörende Stadt und setzen uns in den Zug, der nach Cordoba geht.

Es ist Abgangszeit, aber der Zug rührt sich nicht vom Fleck. Es vergeht eine Viertel-, eine halbe Stunde, immer noch kommen Leute und steigen ein. Hier aber gibt es keinen, der von seinem Platze aus dem Neuan­kömmling zornige Blicke' zuwirft, keinen, der die Waggontür zuhält, um ihn aus­zusperren, oder ihm ein Bein stellt, wenn er mit seinem Reisegepäck mühsam heraufklimmt.Hier ist Platz, kommen Sie her!" rufen sie dem Suchenden zu, selbst wenn alle Plätze besetzt sind. Und als er zögert, sagt einer:So steigen Sie doch ein, Mann; ich fahre nicht weiter als bis zur nächsten Station und kann recht gut stehn." Dienstwillige Hände ergreifen sein Gepäck und bringen es unter den Bänken unter, und er selbst kommt Hintennach, heiß und schweiß­bedeckt und stellt sich mit dem Rücken an das andre Fenster; er sei zuletzt ge­kommen, und er wolle stehn, nichts sei ihm so zuträglich wie das Stehen, der