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Oberlehrer Hauk : Roman :
(Schluß)
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Maßgebliches »»d Unmaßgebliches

zugestoßen, und dann gnckte ich durch die Tür. Er merkte es nicht. Und da lag er auf den Knicu und streichelte Mutters Kopfkissen —

Und seither bist du nicht wieder bange gewesen, wie?

Nein, seither bin ich nicht bange gewesen — Und nun wird mir nie im Leben wieder bange sein! Bei dir!

Benny!

Sie saßen beieinander — lautlos.

Da richteten sie sich beide auf nnd lauschten. Es klang so laut und deutlich aus dem Nebenzimmer zn ihnen herein: Ja ja, in einem Portal von schimmerndem Golde! » 5

Als Svend Bugge am nächsten Morgen im Begriff war, zur Schule zu gehn, kam Oberlehrer Hcmks Mädchen mit dem Bescheid, daß der Oberlehrer über Nacht gestorben sei.

Sie hatten ihn im Bett gefunden, ruhig und friedlich — als schlafe er.

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Von dem hohen Kirchturm herab läuteten die Glocken. Der Klang zitterte lange nach in der frostklaren Luft.

Schimmerud weiß lag das Land da mit seinen Bergen, so festtägig still in dem Schneegewand. Der Sund flutete dunkelblau, und auf den Hügeln stand der Birkenwald und glitzerte von Reif.

Den Friedhofsweg hinan bewegte sich der lange, schwarze Leichenzug. Die Letzten waren noch nicht aus dem Schulportal heraus. An der Spitze, hoch oben auf dem Hügel, schritt die Prima als Wache und Garde der florumwundnen Schulfahne.

Dann folgte der schwarze Wagen mit dem unter Blumen begrabneu Sarge des Oberlehrers.

Und der Glockenklang zitterte lange nach in der sonnigen Frostlnft.

Maßgebliches und Unmaßgebliches

Reichsspiegel 16. November 1908

(Die Reichstagsdebatten über das Kaiserinterview. Die Franzosen und das Grubenunglück in Westfalen.)

Heute ist es unmöglich, mit etwas anderm zu beginnen, als mit einem Rück­blick auf die Reichstagsdebatten über das unglückselige Kaiserinterview des Dnilt, Telegraph, dessen authentischer englischer Text übrigens in Deutschland immer noch nicht in weitern Kreisen bekannt geworden ist. Auf die einzelnen Reden hier ein- zugehn, ersparen wir uns gern; sie sind durch alle Tagesblätter gelaufen und von allen Seiten beleuchtet worden. Aber eins verdient hervorgehoben zu werden, weil es etwas höchst seltnes ist. Der Reichstag war einmal vom äußersten rechten bis zum äußersten linken Flügel einig in seinem Urteil, einig wie das deutsche Volk, das er vertritt, und wie die deutsche Presse. Leider war dieses Urteil zunächst rein negativ, war eine scharfe, zu schonungslose Kritik am Oberhaupte der Nation, eine Kritik» wie sie niemals ein modernes Parlament an seinein Monarchen geübt hat. Das war des Reichstags gutes Recht; zu bedauern bleibt aber doch, daß