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Bulgarien und die Türkei. 2
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Goethes letztes Lebensjahr

halten. Der Mangel an fortisikatorisch starken Bauten macht sich überdies aus dem Grunde nicht besonders nachteilig geltend, weil die wenigen Be­festigungen in sehr starker Position liegen, und andrerseits auf die Heran- bringung von Belagerungsgeschützen in modernem Sinne überhaupt nicht ge­rechnet werden kann, die Verteidigung darum nur mit Stärken zur Abwehr oder znr Widerstandsleistung gegen Gebirgsgeschütze, bestenfalls gegen Feld­geschütze und leichte Haubitzen zu rechnen hat. Die türkischen Truppen haben außerdem in den denkwürdigen Kämpfen um Plevna ihr besondres Geschick für die Anwendung flüchtiger Gefechtsfeldbefestigungen erwiesen. Und eine ähnliche Kunst im Improvisieren kann man auch den übrigen Balkanvölkern nachsagen. Die Türkei hat in den letzten Jahren größere Bestellungen an schwerem Geschütz gemacht, wann und wo diese Kaliber eingestellt worden sind, ist nicht bekannt geworden. Die durch die Unruhen in Mazedonien be­dingte Haltung eines starken Feldheeres dürfte der Türkei trotz manchen Schlendrians in den Kriegsvorsorgen, besonders in einem Waffengange mit Bulgarien die Möglichkeit eröffnen, in den befestigten Stellungen nordwestlich von Konstantinopel dem Vordringen der raschen kriegsbereiten bulgarischen Kräfte bis zur gänzlichen Mobilisierung Halt zu gebieten. In dieser Er­kenntnis ist man auch in der letzten Zeit daran gegangen, diese Befestigungen widerstandsfähiger auszugestalten.

Goethes letztes Lebensjahr

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ewunderung verdient zunächst, daß der Dichter die 1790 ihm übertragnen Geschäfte derOberaufsicht über sämtliche Landes­anstalten für Wissenschaft und Kunst" auch nach dem Tode des Sohnes, der ihm in diesen seit 1819 ein höchst wertvoller, sach­kundiger, energischer Gehilfe gewesen war (seit 1824 als Ge­heimer Kammerrat), bis zu seinem Heimgange weitergeführt hat. Die Aus­führungen besorgte ja der Oberaufsichtssekretär Schuchardt, auch war ihm seit Anfang 1831 in Hofrat Vogel*) ein beiratender Gehilfe beigegeben. Aber

*) Der frühere Kanzleirat und Geheimsekretär Christian Georg Karl Vogel. Er war in frühern Jahren als Schreiber Goethes tätig gewesen; seit 1808 wird er in dessen Briefen er­wähnt, auch hat Goethe verschiedne Zuschriften an ihn gerichtet. Da auch der Leibarzt des Dichters Dr. Karl Vogel den Hofratstitel führte, so kann es mitunter zweifelhast erscheinen, welcher von beiden bei den Tagebucheinträgen genieint ist. ^