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Der akademische Nachwuchs
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Literarischer Wert

Verlust und manchen Ärger mit sich bringt, den die Extraordinarien nicht zu fürchten haben.

So schließe ich denn mit dem Wunsche, daß sich der nächste Hochschul­lehrertag von dem Boden des Möglichen weniger entfernen, und daß künftige Äußerungen über diese Fragen die akademische Welt etwas weniger sud spoc-ik ext,raoi'6ivg.rii betrachten mögen.

Literarischer Wert

von Paul Büchner in Hamburg

eber die Aufgabe der Kunst ist schon viel geschrieben und gestritten worden. Schiller betrachtete sie von einem hohen Standpunkte aus und nannte das Theater eine moralische Anstalt; unsre Ästhetiker bezeichnen im allgemeinen als ihren Zweck die Erwecknng der Lust und des Vergnügens. Nun gibt es aber eine Reihe von Veranstaltungen, die denselben Zweck verfolgen, ohne einen Anspruch auf künstlerischen Wert zu erheben. Man stellt die Kunst auf eine Stufe mit solcheu Unterhaltungen, wenn man als ihre einzige Aufgabe die Errcguug des Vergnügens ansieht. In frühern Jahrhunderten wies man ihr allerdings kaum einen andern Rang au, und auch heute sind die Leute nicht ausgestvrben, die Kunst und Künstler als etwas überflüssiges und unnützes betrachten.

Den rechten Standpunkt für unsre Beurteilung finden wir erst, wenn wir die Kunst mit den übrigen menschlichen Tätigkeiten vergleichen. Unsre wissenschaftliche, wirtschaftliche und politische Arbeit ist, sofern sie von Dauer sein soll, der Ent­wicklung der Menschheit gewidmet. Die Tätigkeit des Künstlers mnß denselben Zweck verfolgen, wenn sie mehr als einen Unterhaltungswert für nns haben soll.

In welcher Art die Kunst die Bildung der Menschheit fördert, laßt sich aus ihrer Wirkung auf die menschliche Seele feststellen. Ihren ersten und mächtigsten Eindruck übt sie auf die Phantasie aus. Da die Seele einem Musikinstrument gleicht, in dem alle Akkorde mitklingen, wenn eine Saite an­geschlagen wird, so übertragen sich die Schwingungen der Einbildungskraft auf das Gefühl, den Verstand und den Willen. Auch diese Seclenkräfte werden in Bewegung gesetzt, zwar nicht so heftig wie die Phantasie, aber doch noch stark genug, daß sie merkliche Wirkungen erzeugen können.

Die wissenschaftliche, wirtschaftliche und politische Arbeit wendet sich an Verstand und Willen und gebraucht nur da die Einbildungskraft, wo es sich um die Erschließung neuer Wege und Erwerbszweige und um Ersinduugeu und Entdeckungen handelt. Die Kunst dagegen wirkt auf sämtliche Seclenkräfte, entwickelt sie harmonisch und übt dadurch einen größern Einfluß aus als jede andre menschliche Tätigkeit.