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Ein saigner à blanc und seine Verhütung durch die landwirtschaftlichen Vorträge für Soldaten. 2
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Der akademische Nachwuchs

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Der weite Blick, den Herr von Braun mit der Einführung der landwirtschaft­lichen Fortbildungskurse für Soldaten bewährt hat, gibt mir die Gewißheit, daß ich ihn nicht an die Verwendbarkeit dieser Kurse zur Bekämpfung der Milchvcrgcnduug auf dem Lcmdc zu erinnern brauche. Aber allen den ver­dienten Münneru, die an diesen Kursen als Leiter beteiligt sind, ist der Gedanke doch nicht so vertraut, wie er sein sollte, wie er werden muß. Sie übersehn über der Bekämpfung der wirtschaftliche,: Not der Landwirte ihre Gesundheitsnot. Darum richte ich an diese Lehrer des Volkes in Waffen die Bitte, den Soldaten begreiflich zn machen, daß die wichtigste Verwendung der Milch die für das eigne Haus, für Weib und Kind ist, und daß nnr der Überschuß in Geld umgeformt werden sollte. Aus dem eignen Vcitcrlcmde können sie ihren Schülern Gott sei Dank! außer den Lindauer Aushebungsergebnissen noch keine er­schreckenden und überzeugenden Belege dafür bieten, daß die gewinnsüchtige Milchausntttznug den Bauernarm lahmt. Aber der Rückgang der Wehrkraft der Schweiz, deren kräftige Söhne einst aus echt germauischer Freude am Kriege und an der Ferne als Neisläufer die Heimat verließen, die trotzdem nicht an Wehrkraft verarmte, und die Farben und die Waffen aller europäischen Kriegs­herren trugen, wird auch manchem deutschen Bauern in Waffen zu denken geben nud ihn später in seiner Wirtschaft davon abhalten, die Gesundheit seines Weibes und seiner Kinder nm ein paar Milchsilberlinge zu verraten.

9er akademische Nachwuchs

von Wilhelm «roll

ls vor einigen Jahren eine technische Hochschule, die ich nicht nennen will, ihr Jubiläum feierte, waren die anwesenden Ehren­gäste zum Teil peinlich berührt durch den gereizten und ver­letzenden Ton, worin von den Universitäten gesprochen wurde. I Diese Empfindung steigerte sich bei der Aufführung eines sogenannten Bierdramas, in dem die Universitäten als veraltete Einrichtungen karikiert wurden, in solchem Grade, daß die Universitätsrcktoren einen Augen­blick überlegten, ob sie nicht in oorxors den Saal verlassen sollten, und es nur um des liebeu Friedens willen unterließen. Mancher von ihnen wird sich damals die Frage vorgelegt haben, ob diesen im Ton verfehlten Angriffen nicht doch eine gewisse Berechtigung innewohne. Gewiß gab es damals und gibt es noch heute manche Zöpfe an unsern Universitäten; aber freilich braucht man nicht, wie es die Herren Techniker am liebsten sähen, mit dem Zopf gleich den ganzen Kopf abzuschneiden. Denn in dem, was den Kern ihres Wesens ausmacht, und iu dem Geist, der iu ihnen waltet, sind