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Oberlehrer Hauk : Roman :
(Fortsetzung)
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Maßgebliches und Unmaßgebliches

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Er wurde von seinem Gepäck befreit.

Das Hotel ist hier ganz'in der Nähe . . .!

Er verneigte sich wieder.

Adieu! sagte Benny und gab ihm die Hand. Und noch vielen Dank für die angenehme Reisegesellschaft! Und auf Wiedersehen morgen bei uns!

Svend Bugge lag in seinem Hotelbett.

Er dachte an tausenderlei Dinge, völlig wach, wie er war. Aber wieder und wieder kehrten zwei Beobachtungen tu sein Bewußtsein zurück, alles andre ver­drängend: Frau Hank hatte ganz eigentümliche Augen, und des Oberlehrers Stimme hatte plötzlich Klang und Charakter verändert, sobald er an Land gekommen war. Sie war sanft und vorsichtig, fast ängstlich vorsichtig wie in einem Kranken­zimmer. Und in allem, was er sagte, lag gewissermaßen eine Entschuldigung, als bitte er um Erlaubnis.

Ausgesprochner Pantoffelheld!

Er hatte den blassen Jungen begrüßt uud ihn gefragt, wie er heiße. Julius Hage Hank, hatte er geantwortet.

Er war also nach dem Großvater genannt.

(Fortsetzung folgt)

Maßgebliches und Unmaßgebliches

Reichsspiegel Berlin, 13. September 1908

(Zur Reichsfinanzreform. Der Stand der Marokkofrage.)

Über die Reichsfinanzreform ist in der vergangnen Woche die erste halb­amtliche Mitteilung erschienen. In der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung sind die Grundzüge der Reform, soweit sie jetzt feststehn, in einem längern Artikel dargelegt worden. In gewissen Punkten ist freilich die allgemeine Neugier nicht befriedigt worden: von den einzelnen Steuerprojekten ist in dem halbamtlichen Auf­satz nichts Bestimmtes enthalten. Der Grund ist natürlich darin zu suchen, daß die Entscheidungen der mit den Vorarbeiten betrauten Behörden noch nicht abge­schlossen sind. Auch wäre es nicht zu empfehlen, schon mit Einzelheiten an die Öffentlichkeit zu treten, ehe der Bundesrat sein Wort dazu gesprochen hat. Aber es ist vielleicht aus einem andern Grunde ganz gut, daß in den Auseinander­setzungen über die Reichsfinanzreform die Frage, welche einzelnen Steuern vor­geschlagen werden sollen, zunächst einmal zurücktritt. Denn es mag ja sehr be­greiflich sein, daß jeder an erster Stelle gern wissen möchte, wo die Steuerschraube angesetzt werden soll, richtig aber ist es nicht, daß die Erörterungen über die Reform imnier nur in Fragen dieser Art stecken bleiben. Es ist die höchste Zeit, daß sich die Aufmerksamkeit der in dem Reformplan enthaltnen Gesamtheit von finanzpolitischen Aufgaben zuwendet. Sonst wiederholt sich immer wieder der Ver­lauf der Sache, den wir nun schon oft genng erlebt haben.