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Die Weltfahrt der amerikanischen Flotte
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Vverbeck und Nietzsche

den japanischen Häfen bereitwilligst den Besuchern gezeigt werden dürften, aber nur bis zu einem gewissen Grade", daß also zum Beispiel die Einrichtungen für die Feuerleitung und Einzelheiten der Torpedoarmierung geheim zu halten seien.

Der Aufenthalt an der Küste Japans ist insgesamt auf zwölf Tage be­rechnet. Danach folgt noch ein kurzer Abstecher nach Amoy, um auch einer freundlichen Einladung der chinesischen Regierung zu entsprechen, und zurück geht es nach Manila, um hier die letzten Vorbereitungen für die direkte Heim­reise zu treffen und die Schiffe auszuscheiden, die, wie wir vorhin berichtet haben, das zukünftige Philippinengeschwader bilden werden. Auf dem letzten Teile des Rückwegs sollen dann nur noch Colombo, Suez und Gibraltar auf­gesucht und am 22. Februar 1909 die atlantische Küste wieder erreicht werden. Ein Besuch Englands, wie er in London lebhaft gewünscht wurde, unterbleibt demnach. Als Grund wird angegeben, daß dann der Besuch auch andrer europäischer Küstenländer nicht zu vermeiden gewesen wäre, wenn man nicht hätte unhöflich sein wollen, wodurch aber die Flottenfahrt ins Ungemessene hätte verlängert werden müssen.

Abgesehn von den vielen militärischen und politischen Erörterungen, die an die Weltreise der amerikanischen Flotte zu knüpfen sind, und von denen wir vorstehend ein knappes Bild gegeben haben, interessiert noch die Frage, wie hoch sich wohl die Gesamtkosten dieses großartigen Unternehmens belaufen werden. Die amtlichen Stellen in Washington haben hierauf erklärlicherweise noch keine abschließende Antwort geben können. Aber der Hinweis, daß sich für Kohlen allein der Anschlag auf etwa 21 Millionen Mark stelle, dürfte genügen, um zu zeigen, daß die Schlußrechnung ganz gewaltige Summen nennen wird.

Gverbeck und Nietzsche

ernoullis Buch*) enthält eine Menge hübscher Charakterskizzen. Wir werden in Nietzsches bescheiden elegante, frauenhaft aus­gestattete und mit Blumenduft parfümierte Wohnung eingeführt und dann in Jakob Burckhardts Studentenbude, wo man, auf Bücherstößen hockend, bei schlechtem Tabak und schwerem Rotwein über gelehrte Sachen urgemütlich disputiert. Wir werden mit dem liebenswürdigen jungen Frciherrn von Gersdorff bekannt gemacht und mit der weniger angenehmen

Franz Overbeck und Friedrich Nietzsche. Eine Freundschaft. Nach ungedruckten Dokumenten und im Zusammenhang mit der bisherigen Forschung dargestellt von Carl Albrecht Bernoulli, Erster Band, mit Porträt und drei Beilagen. Jena, Eugen Diederichs, 1908. Siehe das 34, Heft der Grcnzboten.