Die moderne Ballade
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Lcixmcin (1792) wertvolle Erkenntnisse über Klima und Pflanzenlebcn Japans; durch Laxmcm wurde die Insel Jesv iu ihreiu landschaftlichen Charakter bekannt. Am spätesten, aber mit dem größten und glänzendsten Werke der alten Japanliteratur sind die Deutschen auf dem Schauplatz erschienen, mit P. F. von Siebolds „Nippon, Archiv zur Beschreibung von Japan und dessen Neben- und Schutzländern". Er landete 1823 in Nagasaki. Ihm ist das seltne Geschick zuteil geworden, in Japan noch das volle Mittelalter des Feudalstciatcs und des Ritterstandes kennen zu lernen und zugleich die nach 1860 beginnende Uniwandlung iu den modernen Staat zu verfolge». Auch Siebolds Werk ist heute in vielem veraltet, namentlich in seinem historischen Teil. Aber für die Kenntnis des mittelalterlichen Japan haben diese europäischen Berichte noch heute den Wert hervorragender Quellen. Für die Kenntnis des modernen Japan freilich muß man sich an die neuesten Arbeiten wenden, von denen manche hier genannt worden sind.
Die moderne Ballade
>n diesen: Aufsatz über die moderne Ballade möchte ich auf das Wesen dieser poetischen Form, über das schon so viel gestritten worden ist, nicht eingehen, dagegen kurz ausführen, daß meines Trachtens Balladenkunst in jedem Falle Sülkunst ist. Der Stil !der Ballade ist zunächst durch die Tradition gegeben, er geht zurück auf das Volkslied; er ist nicht allein in den äußern poetischen Formen zu suchen, sondern in der Sprache selbst und weiter nicht nur in der prägnanten, gedrungnen, suggestiv und unmittelbar wirkenden Fassung der Vorstellungen, sondern in dem mystisch-realistischen Wesen der Vorstellungen schon selbst. Die Ballade geht in fernster Entwicklung zurück auf deu Mythus, auf die Naturanschauung der Germanen; sie ist in diesem Sinne Weltauschaunngs- gedicht, instinktiv gewonucne Naturpoesie, die Kunst des germanischen Menscheu. In dieser Forin und in diesem Charakter wurde sie uns noch von Bürger, Goethe, Heiue, Mörike, der Droste, Kopisch gegeben. Brentano uud Achim von Arnim kommen diesem Wesen sehr nahe, doch sie sind, au sich bedeutend und gewiß genial, schon zu legendär und romantisch persönlich, nicht mehr typisch balladesk genug. Weiter ist die Ballade Heldenballade, sie ist auch als solche durchaus Stilkunst. Hier erkennt man deutlich verschiedne Volksstile, die von der Kunstballade weiter fortgebildet worden sind: den deutschen Stil der lichten liedhaften Ballade oder Romanze, die sich aus dem Volksliede des Mittelalters herausgebildet hat und Sagen und Historien, auch Vorgänge des Lebens und menschliche Schicksale besingt. Ihre Meister sind die schwäbischen