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Die deutschen Großstädte : einige Bermerkungen zu den statistischen Zahlen
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Bciukonstruktion und Stil

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großer strategischer Bedeutung und bieten als solche den besondern Vorteil, daß sie nur durch eine geineinsame Aktion der Flotte und des Landheeres völlig abgesperrt werden konnten. Mehr als die andern deutschen Häfen zeigen sie ein doppeltes Gesicht und haben ihren Charakter nicht nnr vom Meere, sondern fast in noch höherm Maße vom Lande, wo sie die Hauptstädte ihrer Provinzen sind.

Baukonstruktion und ^>til

voll Karl Gehring

l ie Bauknust ist die materiellste aller Künste. Wenn Dichter und Musiker frei und ungehindert ihre Empfindungen gestalten dürfen, wenn sich der Maler allein durch die Grenzen der künstlichen Farben, der Plastiker durch die Natur seines Materials ein­geengt sieht, so ist der Baukünstler neben allen diesen Beschrän­kungen anf Schritt uud Tritt gebunden durch das unerbittliche Naturgesetz der Schwerkraft. Aber der menschliche Geist hat Schiverkraft, Wärme, Magnetismus und Elektrizität auszunützen gelernt und ist rastlos tätig, seiner Erfindungsgabe neue Bahueu zn erschließen. Mit berechtigtem Stolz schauen wir auf die Erfolge unsrer Jngeuieure nnd Techniker. Aber der Künstler will ja nicht ausnützen; nicht wie ein Krämer, sondern wie ein Krieger geht er dahin, als ein offner Gegner tritt er vor seine große Feindin, die Schwer­kraft, er Null sie überwinden. Räume will er schassen von mächtigen Dimensionen, Räume, die von einem gewaltigen Bogen überspannt sind, in den Himmel ragende Recken will er gestalten als Zeichen seines Stolzes. Es ist in der Vankunst ein ewiges Ringen mit dem Stofflichen und dem Natur­gesetze, aber gerade in diesem Ringen liegt vielleicht ein Gruud ihrer Schön­heit; denn wie das Menschenleben ein fortdauernder, titanenhafter Kampf mit dem Schicksal und mit allen Mächten der Finsternis ist, so ergreift unsre Seele der Anblick solchen Ringens mit erschütternder Gewalt; wir fühlen hier etwas uus verwandtes, allzn menschliches. Liegt hier nicht ein Grnnd dafür, daß nns oft jene Werke am meisten ergreifen, in denen das Können des Künstlers nicht restlos in seinem Wollen ausging, in denen wir also den Kampf am deutlichsten wahrnehmen? Steht dn eine schlichte, armselige Dvrf- kirche, ihre Wangen sind narbig, ihr Haar zerzaust; mühsam stützt sie sich uns die sich schräg anstemmenden, klobigen Pfeiler. Wir hvreu deutlich die Zwiesprache: Ich habe Bange, sagt die altersschwache Mauer; ich will dich stütze,,, lehne dich nnf mich, sagt der starke, allzu kräftige Pfeiler. Wir denken an den biedern Meister, der dieses bescheidne Werk in Tagen voller Arbeit und Nächten voller Sorgen im Kampfe mit seiner Feindin schuf uud wir fühlen die uns verwandte Seele. Ja es gibt viele Fachleute, die die Frühzeit einer Stilperiode, iu der sich die Konstruktion oft noch tappend uud suchend Zeigt, über die spätere, reifere Zeit stellen. Aber so komisch es sein würde, wenn man das Jünglingsalter schöner als das Mannesalter nennen wollte, w irrig scheint mir dieser Standpunkt gegenüber dem Baustil zu sein. Wir haben selbst in der Neuzeit ein Kindheitsalter eines neuen Stils hinter uns,