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Das Zeppelinsche Luftschiff
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Titerarische Rundschau

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Aussichten, hier ist es von geradezu unschätzbaren: Werte. Daß es auch zum Transport von kleinen Truppenmengen unter gewissen besondern taktischen und strategischen Verhältnissen hervorragende Dienste leisten kann, soll nicht bezweifelt werden; bis aber ganze Armeekorps in einer Luftflotte durch die Lüfte befördert werden können, bis dahin hat es noch gute Weile. Uud ebenso verhält es sich mit der Frage des Luftschiffes als Waffe. Vorläufig ist die von ihm zu be­fördernde Nutzlast doch noch so gering, daß sie in der Form von Spreng- munitiou zwar nachhaltigen Schaden anzurichten vermag, nicht aber in Kürze schon eine völlige Umwälzung der gesamten Kriegführung zur Folge haben wird.

Daß die Weitereutwicklung der Durchquerung der Lüfte mit dem lenkbaren Luftschiff im Lanfe der nächsten Jahre noch manche Überraschungen zeitigen, noch manche Umgestaltung der bestehenden Verhältnisse nach sich ziehen wird, kann nicht bezweifelt werden. Immerhin mag jedoch noch manches Jahr darüber hingehn. Heute aber können wir uns freueu, daß in doch verhältnismäßig so kurzer Zeit so Großes erreicht, so Großes vollbracht worden ist, und daß es ein echter deutscher Mann von bestem Schrot und Korn ist, der all das Große geleistet hat. <v. N.

Literarische Rundschau

von Heinrich Spiero

>m 30. April ist auf seiner Herrschaft Haseldorf in Holstein Prinz Emil von Schönaich-Carolath uach langem Leiden gestorben; sein letzter Wille besagte, daß er nur von den Gliedern seiner Familie, von seinen Dienern und den Landleuten seiner Be­sitzung zu Grabe gebracht werden sollte, der Außenwelt gegen­über einsam und abgeschlossen, wie der verstorbne Prinz es bei allem regen Verkehr im Grunde sein Leben lang war. Seine Geburt fiel iu Zeiten, denen eine ganze Reihe solcher einsameu Dichter in Deutschland entsprossen sind. Die Kinder der vierziger und der ersten fünfziger Jahre stehn zwischen den großen Realisten und den Münchnern auf der einen, den Stürmern und Drängcrn des jüngsten Deutschlands auf der andern Seite als eine unver- bundne Reihe für sich da: Joseph Viktor Widmann (geboren 1842), Detlev Von Liliencron nnd Friedrich Nietzsche (1344), Karl Spitteler, Ernst von Wilden­bruch und Eduard Grisebach (1845), Hans Hoffmann (1848), Albcrta von Putt- kmner (1849), endlich, der letzte, eben Prinz Emil von Schönaich-Carolath, dessen fünfzigsten Geburtstag ich am 8. April 1902 mit ihm anbrechen sehen dürfte. Aber auch uur cmbrccheu: denn wir (außer mir noch wenige Gäste) wurden in geschickter Weise so dirigiert, daß unsre Abreise erfolgen konnte, bevor irgendwie der Tag durch Ansprachen, Glückwünsche und dergleichen in das Gebiet allgemeiner Feierlichkeit gerückt werden mochte. Prinz Emil