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Bismarck als preußischer kandtagsabgeordneter
Ansicht die französischen Interessen geopfert werden, sträubt, das Abkommen zu bestätigen und damit endgiltig einzuführen, da sich alle übrigen Instanzen bereits entschieden haben. Darob scheint nuu in der Regierung der Dominion eine böse Erregung zu herrschen. Man verliert dort die Geduld und hat in diesen Tagen schon mit der Aufhebung des inoäus vivenäi von 1893 gedroht, wie die Tagespresse meldete. Das wäre dann die erfreuliche Aussicht auf einen erbitterten Zollkrieg! Und zugleich eine sehr mißtönende Begleitmusik zu den dichterischen und sentimentalen Ergüssen über Stammesvcrwandtschaft zwischen Kanadiern uud Franzosen, an denen es auf den Festen von Quebec nicht fehlen wird.
Bismarck als preußischer Landtagsabgeordneter
von Gtto Tschirch
2. Bismarcks Beziehungen zu seinem Wahlkreise von IM9 bis 1.852
l er Sieg Bismarcks im Wahlkampfe vom Februar 1849 war wesentlich dadurch gewonnen worden, daß man es bis in die liberalen Kreise Brandenburgs für notwendig hielt, nach der Verleihung der Verfassung die Krone gegen weitere demokratische > Angriffe zu schützen. Der besiegte Wahlkandidat Ziegler wurde für seine Niederlage dadurch entschädigt, daß man ihn in Berlin wählte, und die Brandenburger Demokraten feierten diesen Erfolg durch einen Fackelzug. Im übrigen war die Linke sehr erbittert, daß ein Mitglied der äußersten Rechten der Sieger war, und nahm sogleich den planmäßigen Preßkampf gegen Bismarck auf. Indem die Bezirksvereine die Reden, die er im vereinigten Landtage gehalten hatte, und seine Abstimmungen nach den stenographischen Berichten veröffentlichten, suchten sie die liberalen und die gemüßigt konservativen Wähler von ihm abwendig zu machen, wie es scheint nicht ohne Erfolg. Mußte doch in der Tat eine genauere Kenntnis der bisherigen politischen Tätigkeit Bismarcks die Brandenburger Wähler davon überzeugen, daß sein Standpunkt ein extrem konservativer war und vielen liberalen Lieblingsmeinnngen der Zeitgenossen direkt ins Gesicht schlug. Bismarck versäumte nicht, auf diese Veröffentlichungen der Brandenburger Vezirksvereine zu antworten. Er übersandte seinem politischen Kampfgenossen, dem Bürgermeister Brandt, eine Erwiderung, die am 3. Mürz 1849 im Brandenburger Anzeiger erschien. Bismarck dankte darin dem Zentralausschuß der Bezirksvereine ironisch dafür, daß er sich bemüht habe, eine genauere Bekanntschaft zwischen den Wählern des Bezirks und ihm einzuleiten. Die vollständigste Öffentlichkeit aller seiner politischen Handlungen entspräche durchaus