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Davidsohns Geschichte von Florenz
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Davidsohns Geschichte von Florenz

VN diesem bei E. S. Mittler und Sohn in Berlin erschienenen, großartig angelegten Werke liegen uns drei neue Bände vor. Der erste darstellende Band (Zweiter Band: Guelfeu und Ghibellinen. Erster Teil: Stausische Kämpfe. 621 Seiten, 13 Mary um­faßt die Zeit von Ottos des Vierten Kaiserkrönung 1209 bis auf das Jahr nach Manfreds Fall in der Schlacht bei Benevent 1267; der zweite (Zweiter Band: Guelfen und Ghibellinen. Zweiter Teil: Die Guelfen- herrschaft und der Sieg des Volkes. 634 Seiten, 13 Mark) geht von 1267 bis 1297. Der Urkuudenbcmd (Forschungen zur Geschichte von Florenz. Vierter Teil: Dreizehntes und vierzehntes Jahrhundert. 616 Seiten, 15 Mark) reicht etwa bis 1330.

Um vvn dem in diesem Urkundenbande aus Staats- und Kirchenarchiven und aus nur au Ort und Stelle erreichbaren seltnen Druckwerken zusammen­gebrachten Reichtum eine äußerliche Vorstellung zu geben, müßte man schon die Titel der mehr als fünfzig Abschnitte ausschreiben, nach denen der Stoff ge­ordnet ist: Ereignisse der politischen Geschichte, Listen von Beamten, Baugeschichte der Kirchen, Klöster, Staatsgebäude, Mauern, Brücken usw. Gleich bewunderns- wert ist die streng exakte und zugleich für den Leser bequeme Redaktion. Knappe, möglichst wörtliche Urkundenauszüge, von lichtvollen Erläuterungen durchzogen, ermöglichen uns in ihrer streng chronologischen Anordnung jedesmal einen schnellen Überblick und ein selbständiges Urteil über die tatsächlichen Grundlagen, auf denen der historische Aufbau des darstellenden Bandes ruht. Für einen Leser von historischem Sinn kann es kaum einen gewähltem Genuß geben, als wenn er diese unmittelbare Frische der hundert und aber hundert Äußerungen aus Urkundenmund auf sich wirken läßt, er fühlt etwas vom Pulsschlag der Zeit und verkehrt in Gedanken mit ihren Menschen, als wären es seine Bekannten. Der wissenschaftliche Leser wird diese Art, den Stoff sprechen zn lassen, einer kunstvollen modernen Schilderung vorziehen, und bei besonders interessanten Kapiteln wird der Wert dieser Methode jedem ohne weiters einleuchten. So bei der Baugeschichte der beiden Mönchskirchen Santa Maria Novella und Santa Croce. Oder bei der Geschichte des Palazzo Vecchio, wo der Verfasser zum erstenmal eine Erklärung dafür bringt, warnm dieses Staatsgebäude diesen Namen bekommen hat, da doch der Palazzo del Podestä der ältere war. Oder in dem Abschnitt über die