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Der Panbabylonismus und die Bibel
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<Lin neuer Band Goethe-Briefe

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der hebräischen Sprache bedeutet das Wort nachasch sowohl Schlange als cmch Wahrsagung." Gutes und Böses erkennen bedeutet hier klug sein, die Zu­kunft vorauswissen, ein Stück göttlicher Allwissenheit erlangen zu dem Zweck, sich in allen Dingen das Glück, das Gelingen zu sichern. Der Dichter will die Sterndeuterei als eiuen Weg zum Götzendienste verpönen. Dieser führt durch seine bekannte Beschaffenheit auch zur Unsittlichkcit, aber daß die Menschen durch den Genuß der verbotnen Frucht zur Unterscheidung des sittlich Guten vom sittlich Bösen gelangt seien, ist nicht die Meinung des Dichters oder der Dichterin. Wir werden niemals genau erfahren, was dieser oder diese eigentlich gemeint und beabsichtigt hat; doch gerade in ihrer Vieldeutigkeit ist die schöne Dichtung ein Schatz für sinnige Gemüter und grübelnde Geister, und die neue Deutung, die Engel sehr glaubhaft zu machen verstanden hat, wird vielen Genuß bereiten. Carl Jentsch

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Gin neuer Band Goethe-Briefe

von Hans Gerhard Gräf (Schluß)

on auswärtigen Besuchern ist neben den schon genannten Nord- und Nordwestdeutschen noch eine hervorragende süddeutsche, rich­tiger österreichische Persönlichkeit zu nennen: der Dichter Franz Grillparzer. Grillparzer, damals 35 Jahre alt, hielt sich vom 29. September bis zum 3. Oktober 1826 in Weimar auf. Über ihn schreibt Goethe unter dem 11. Oktober an Zelter:Grillparzer ist ein an­genehmer wohlgefälliger Mann; ein angebornes poetisches Talent darf man ihm wohl zuschreiben; wohin es langt und wie es ausreicht, will ich nicht sagen. Daß er in unserem freien Leben etwas gedrückt erschien, ist natürlich."

Diesesfreie" weimarische Leben war nun allerdings nicht der Gruud von Grillpcirzers Gedrücktheit. Er selbst nennt in seinen Lebenserinnerungen mit der ihm eignen Wahrheitsliebe und Bescheidenheit die wirklichen Grüude seinerFurcht" vor Goethe.

Diese Furcht, schreibt Grillparzer, bestand aus mehreren Elementen. Einmal schien mir in dem ganzen Bereich meines Wissens nichts, was würdig gewesen wäre, Goethen gegenüber vorgebracht zu werden. Dann habe ich meine eigenen Arbeiten erst später im Vergleich mit den Zeitgenossen schätzen gelernt; im Abstände von dem Frühergewcsenen, namentlich hier in der Vater­stadt der deutschen Poesie, kamen sie mir höchst roh und unbedeutend vor. Endlich habe ich schon gesagt, daß ich Wien mit dem Gefühle eines gänzlichen Versiegens meines poetischen Talentes verlassen hatte, welches Gefühl sich in Grenzboten HI 1908 23