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Bilder aus der Grafschaft Glatz
Nur fremder wird mir das Leben Nach viel verträumte» Jahren
Mit jedem jungen Jahr; Werd ich am Ende stehn,
Verdämmernd sah ich entschweben. Mir über die Stirne fahren
Was einst so deutlich war. Und stumm von dannen gehn!
Stärker als die lyrische ist die epische Begabung Haushofers. Seine Legende „Chan Melchior" ist ein sehr eigenartiges Stück des Dichters, dem die ruhige Verserzählung offenbar naher lag als der beschwingte Rhythmus des Lyrikers.
Auch Gerdt von Bassewitz ist kein Lyriker, will es aber auch wohl kaum sein. Sein Buch „Worte zu Dir" (Jena, Eugen Diederichs) enthält sehnsüchtige Rufe einer Seele, die immer Gott gesucht und ihn in banger Ahnung gefunden hat. In Kinderunschuld und Kinderstille sinkt Bassewitz zurück. „Um jedes Kind ist eine große Stille, und diese ist zu seiner Seele lauter als alle unsre Worte und Gebärden. Wir sollten leiser werden vor einem Kinde, damit wir ihm näher kommen und seine Stille hören, über dem Haupte des Kindes fliegen Hosfnungsvögel mit den stärksten Flügeln, über seinem Schlafe haben alle Träume eine Wahrheit." Reine Gedanken einer Menschenseele, die auf dem Wege zur Wahrheit das Göttliche sucht und andre mitziehn will.
Endlich sei noch einer lyrischen Gabe aus fremden Reichen gedacht, die der Jnselverlag in köstlichem Gewände vor uns hinlegt. Unter dem Titel „Die chinesische Flöte" hat Hans Bethge eine Sammlung von chinesischen Gedichten seit dem zwölften Jahrhundert vor Christi Geburt bis heute in eignen, meist wohlgelungnen deutschen Nachdichtungen vereinigt. Wenn auch der Bearbeiter selbst mit Bedauern zugesteht, daß chinesische Lyrik uns außerordentlich schwer zu übermitteln ist, daß infolge der Eigenart dieser Dichtungen jede Übersetzung nur einen dumpfen Abglanz geben kann, so kann Bethge das Zeugnis nicht versagt werden, daß innerhalb dieser beengten Möglichkeiten seine Arbeit reizvoll ist und die Fülle jener uns so fern liegenden Dichtung mit einem lockenden Glanz auftauchen läßt. Und mit Freude sieht man insbesondre neben dem ja auch bei uns bekannten Li-Tai-Po für uns neue Charakterköpfe wie Thu-Fu erscheinen. Das Buch sei im Zeitalter der Weltpolitik besonders empfohlen.
Bilder aus der Grafschaft Glatz
von Vtto Aaemmel 2. Graf Götzen in Glatz
ei den Franzosen galt das Elsaß lange als die törrs olg-ssians cls lg. Vranoo, weil sich an dieser Erwerb ihr Waffenruhm und ihre Stellung zu Mitteleuropa gutenteils knüpfte. Für Preußen verdiente eine ähnliche Bezeichnung Schlesien, seine größte und reichste Provinz im Osten der Elbe, die sich wie ein starker Keil zwischen Österreich und Rußland hineinschiebt, deren Eroberung dem Staate erst eine gesicherte Stellung gegen Osten und den Rang einer Großmacht gegeben hat. Eine Reihe seiner wichtigsten Siege hat Friedrich der Große