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Baustil und Mode
der Intendantur hat aus der Intendantur auszuscheiden und ist ohne weiteres dem Sanitätsamt des Armeekorps zu unterstellen. Dadurch würde der störende Zwiespalt in der Verwaltung des Sanitätsdienstes mit einem Schlage beseitigt werden. Es muß auch die Frage geregelt werden, ob die im Hauptmannsrange stehenden Sanitätsoffiziere beritten gemacht werden und die Sporen tragen sollen. Ferner wäre es wohl billig, die bisherige Zulage von 12 Mark 50 Pfennigen monatlich für Mitwahrnehmung des militürürztlichen Dienstes bei einer großen Zahl von Bezirkskommandos zu erhöhen.
Erst dann, wenn auch die Stellungsfragen für die Sanitätsoffiziere, auf die sie mit Recht ein hohes soziales Gewicht legen, eine befriedigende Lösung gefunden haben, wird der Mangel an Sanitätsoffizieren in der Armee aufhören.
Die ganze Frage ließe sich, unsrer Ansicht nach, vorteilhaft durch eine gemischte Kommission regeln, die mit Vorschlägen zur Beseitigung der beanstandeten Mißstände beauftragt würde.
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Baustil und Mode
von Larl Gehring
wieviel wird nicht heute gerade vom Stil gesprochen! Man kennt l einen romanischen, gotischen, Renaissance-, Barock-, Rokoko-, klassi- ^ Mischen, Biedermeier- und was weiß ich für Stil, und doch scheint es, als ob das Wort in seiner eigentlichen Bedeutung ganz ver- l kannt würde, daß es vielmehr oft da angewandt wird, wo das Wort Mode am Platze wäre. Die Frage: Was ist Stil und was ist Mode? scheint von so großer Bedeutung, daß es sich wohl lohnt, einige Minuten über diese Frage nachzusinnen. 3ti1u8, das ist der Griffel, bezeichnete ursprünglich einen Begriff der Rhetorik, heute wird dieses Wort in allgemeinerm Sinne gebraucht. Nach Buffons Definition ist: „der Stil der Mensch selbst", und nach Ruinohr bedeutet Stil: „das zur Gewohnheit gewordne Sichfügen in die innern Forderungen des Darstellungsstoffes". Der Stil bildet sich also aus diesen beiden Ursachen: dem Menschen und dem Darstellungsstoff. Aber der Mensch, die Persönlichkeit ist ein Ergebnis der ganzen Zeit, die er zu durchleben gezwungen ist, und seiner Anlagen. Sitten, Anschauungen, Daseins- formen wirken mächtig auf das einzelne Individuum ein, sodaß nur ein kleiner Teil Eigenheit übrig bleibt. Es ist im Leben wie auf dem Meere: in der Nähe sehen wir jede kleine sich kräuselnde Welle, aber je größer die Entfernung, desto gleichmäßiger, desto glatter scheint uns die Oberfläche. Wohl können wir bis in die Zeit der Renaissance die Künstlerpersönlichkeiten unterscheiden, ja bis in die Zeit des dreizehnten Jahrhunderts reichen unsre Forscherblicke