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Der Konflikt zwischen Rumänien und Griechenland
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Betrachtungen über innere Politik

Verkehr, sodaß die christlichen Bewohner Mazedoniens und Epirus noch heute, namentlich bei ihren Berührungen mit Ausländern, die griechische Sprache an­wenden. Daheim in der Familie aber wird die Sprache der Ahnen als ein teures Erbteil behütet und gepflegt, jene Sprache, die die durch die Römerzüge und die spätern Völkerwirren ins Land gekommnen und dort seßhaft gewordnen Volksgenossen der Rumänen, Bulgaren und Serben redeten und noch heute reden, und durch die sie mit ihren Heimatsbrüdern geistig verbunden sind.

Es ist also geschichtlich nicht begründet, daß die Griechen Mazedonien, Epirus und Albanien als Heimstätten ihrer Vorfahren und die jetzt diese Länder bewohnende Bevölkerung als ihre Stammesgenossen reklamieren. Nur gewisse Landstriche sind, wie es bei der Nachbarschaft Griechenlands natürlich ist, von Griechen besiedelt, in dem übrigen, unvergleichbar größern Teil der genannten Länder find Rumänen, Serben, Bulgaren, Albanesen, Türken und Spcmiolen (Juden) seßhaft.

Aber ganz abgesehen hiervon wohin würde es führen, wenn die Griechen auf Grund historischer Neminiszenzen Gebiete reklamieren wollten, die jetzt von andern Nationen besessen werden? Sie könnten dann ganz Süditalien, große Strecken in Afrika, die Stadt Marseille und andre Landstriche zurückfordern, und die Karte der Alten Welt müßte eine gründliche Umänderung erfahren, wenn man diesem Verlangen entsprechen wollte.

Auch das Interesse, das die Rumänen ihren Volksgenossen in Mazedonien zuwenden, ist wohl weniger von dem Wunsche diktiert, dereinst die Herrschaft über das von diesen bewohnte Land auszuüben was bei dessen geographischer Lage ein Hirngespinst wäre, als dadurch ein Kompensationsobjekt in die Hand zu bekommen, das Rumänien bei einer Liquidierung der europäischen Türkei in Anrechnung bringen könnte.

Betrachtungen über innere Politik

von Larl Negenborn 2

ls der Zunftzwang gefallen war, und die tatkräftigen Handwerker kleine Unternehmer wurden, zugleich viele neue Elemente in das Handwerk eindrangen, da gestaltete sich bald die Lage derer schwierig, die dem Kampfe nicht gewachsen waren, wie ihn der ! freie Wettbewerb hervorbrachte, und schon um 1840 erlebte das Handwerk seine erste Krisis. Aber die Klagen über die Schäden der Gewerbe­freiheit konnten den Geist der freien Unternehmung nicht bannen, die Groß­industrie drängte auf weiten Gebieten das Handwerk zurück, auf andern Ge­bieten verdrängte sie es ganz. Nur wenige konnten aufsteigen, viele wurden bei der Entwicklung vom Handwerk zum Fabrikbetrieb zum Arbeiter herunter-

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