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Aus Weimars Vergangenheit : Liszt und Carolyne Prinzessin Sayn-Wittgenstein
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Der Prediger in Nöten

Der Welt zu trotzen hätte das Deutschtum aber weder früher noch jetzt in der Gegenwart vermocht, wenn es als Gesamtheit in der Rüstkammer seiner Qualitäten nicht doch immer alle die Fähigkeiten vereint hätte, die sich im einzelnen auszuschließen scheinen und befehden. Aber mögen sie sich auch feindlich zueinander stellen, ein Glück ist es, daß sie da sind. Auch als Gegner werden sie ihr Gutes stiften nach dem Heraklitischen Satz: Der Kampf ist der Vater von allem. Wer weiß, wieviel wir diesem Kampfe schon ver­danken. Aber der Kampf selber gehört nicht mehr zur Aufgabe dieser Aus­einandersetzungen. Also schließen sie hiermit.

Der Prediger in Nöten

von Thomas Hardy (Schluß)

7. Wie sie zum Warm'ell Areuz gingen, und was sich später ereignete

> ci die Waren noch an demselben Abend nach Budmouth gebracht werden mußten, war der Zollbeamten nächste Aufgabe, Pferde und Wagen für den Transport zu finden; zu diesem Zweck gingen sie im I Dorf auf die Suche. Latimer stelzte mit einem Stück Kreide in der Hand hin und her und malte mit solchem Eifer Pfeilspitzen auf jedes Fuhrwerk oder Geschirr, das ihm in die Quere kam, daß es schien, als wenn er sogar die Zäune und Straßen ankreiden wollte. Der Eigentümer jedes so gezeichneten Gefährtes war verpflichtet, es zu Regierungszwecken abzutreten.

Stockdale, des Treibens überdrüssig, ging nachdenklich und niedergeschlagen ins Haus. Er fand Lizzy, die zur Hintertür hineingekommen war, schon vor, ob­gleich sie noch nicht den Hut abgenommen hatte. Sie sah müde aus, und ihre Stimmung war nicht viel froher als die seine. Sie hatten sich nur wenig zu sagen. Der Prediger ging davon und versuchte zu lesen; da ihm dies aber nicht gelingen wollte, klingelte er nach Tee.

Lizzy brachte selbst das Tablett hinein, denn das Kind war am Nachmittag ins Dorf gelaufen, zu aufgeregt über die letzten Vorfälle, als daß es an seine Pflichten hätte denken können. Ehe jedoch die betrübten Liebenden ein Wörtchen miteinander gesprochen hatten, kam Mnrtha überhitzt herein.

O, solch ein Lärm! Frau Newberry und Herr Stockdale! Die königliche Zoll­wache kann mit den Wagen gnr nicht zurechtkommen! Sie haben Thomas Ballams und Wilhelm Rogers und Stephen Sprakes Wagen auf die Straße geschoben, und da sind die Räder abgegangen und die Wageu zusammengefallen. Und da waren keine Vorstecker an den Achsen! Dann versuchten fies mit Samuel Shcmes Wagen, aber von dem waren die Schrauben weg, und als sie dem Milchmann seinen Wagen holten, hatte der auch keiue! Nun sind sie hin nach der Schmiede, um welche machen zu lassen, aber der Schmied ist nirgends zu finden!

Stockdale sah Lizzy an, die ein klein wenig rot wurde uud das Zimmer verließ. Martha Sara folgte ihr. Ehe sie aber bis an das Ende des Ganges gekommen waren, klopfte es an der Vordertür, und Stockdale erkannte Latimers Stimme. Er sprach zu Frau Newberry, die umgekehrt war.