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Montenegro und das dalmatische Küstenland
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bergab, bald sind Auge und Ohr gefesselt von dem feenhaften Anblick der über die rauscheudc Poik führenden illuminierten Brücke. Es ist ein eigentümliches, fast märchenhaftes Bild: im hochgewölbten Dom schreitet man dahin, das Wasser, das der Finsternis entspringt und nach kurzem Lauf auf der andern Seite im Dunkel verschwindet, rauscht, rings um uns die staunende Menge, und dazu die grotesken Felsgebilde, die als Stalaktiten von der Decke herab­hängen oder als Stalagmiten vom Boden emporwachsen. Bergauf, bergab geht die Wanderung, bald schallt ferne Musik zu uns herüber, und wir betreten den großen Tanzsaal, worin zwei Musikkorps ihre lustigen Weisen ertönen lassen, alles, was sich nicht am Bier labt, zum Tanz auf dein Kiesbodcn einladend. In geradezu musterhafter Ordnung bewegt sich der Menschenstrvm immer nur in einer bestimmten Richtung, und so treffen wir nach zweieinhalbstündiger Wanderung wieder auf der Erdoberfläche ein. Um sieben Uhr gedachten wir nach Venedig abzureisen. Eine Festung konnte jedoch nicht ärger belagert sein als der Bahnhof in Adclsberg. Nachdem wir den lebensgefährlichen Versuch gemacht hatten, die einzige Billettkasse von vorn zu nehmen, umgingen wir sie und drangeu zum Entsetzen des Billettcurs lind Inspektors von hinten direkt in das Bureau ein, nicht eher von der Stelle weichend, als bis wir unsre Billetts hatten. Hinter uns wurde auch die Hintertür zugemacht. Wohl fünf­mal pfiff unser Zug ab, ohne fortzufahren, und es ist ein Wunder zu uennen, daß bei diesem Durcheinander von Menschen und Bahnzügen kein Unglück geschah. Die Nacht war bitterkalt, die Coupes vollgepfropft, und dabei hatten wir die Aussicht auf eine zwölfstündige Fahrt. In Görz ist kurzer Aufenthalt, endlich tagt der Morgen, wir fahren an grünen Weingärten, in denen sich die Nebe von Pfahl zu Pfahl, vou Baum zu Baum schlingt es ist der soge­nannte Pergola- oder Laubenbau, vorüber und über die nördliche Lagune auf der 3800 Meter langen Eisenbahnbrücke in den Bahnhof von Venedig ein. Bald sitzen wir wohlgemut in einer der vielen von zwei Gondolieren stehend geruderten Wasserdroschken, die uns zum Hotel Bauer-Grünwald bringt. Nach drei glücklich verlebten Tagen brachte uns der Dampfer Archiducessa Carlotta nach Triest zurück, vou wo aus wir mit dem Schnellzug die Heimreise über Wien nach dem Norden antraten.

Der Prediger in Nöten

von Thomas Hardy l. Wie sein Schnupfen kuriert wurde

»folge eines Zwischenfcills mußte der Prediger der Wesleygemeinde seine Ankunft aufschieben, und ein junger Mann kam vorübergehend zu seiner Vertretung. Am 13. Januar 1837 war es, als dieser junge Geistliche, Herr Stockdcile, seinen bescheidnen Einzug ins Dorf hielt, niemand bekannt und fast von niemand gesehen. Doch nachdem die Einwohner, die sich das Ansehen gaben, mit ihm in Verbindung zu stehu, ihn naher kennen gelernt hatten, waren sie mit dem Stellvertreter ganz wohl zufrieden, obschon er bisher kaum ausreichende Charakterfestigkeit erworben haben konnte, den hnndertundvierzig reinblütigen Methodisten, die um jene Zeit in Nieder-Moynton lebten, das Gewissen zu festigen. Obendrein sollte er cmch noch