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Die Militärluftschiffahrt in ihrer gegenwärtigen Bedeutung
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w Beziehungen des Deutschen Reiches zu den vereinigten Staaten von Amerika 59g

Anwesenheit von Vertretern des Kriegsministeriums stattgefunden. Dieser Ballon hat eine Gesamtlänge von 62 Metern, fast 5500 Kubikmeter Inhalt und wird von einem Argusmotor getrieben, der bei 900 Touren 70 Pferdestärken ent­wickelt; die Schraube, von Nenard konstruiert, wird mittels Zahnradübersetzung mit einer Reduktion von 5:1 angetrieben. Eine neue Idee verkörpern die acht kleinen Ballons, die dem großen Ballon an vier Seiten angeheftet sind. Der erste Aufstieg verlief nicht ganz zufriedenstellend, da nach fünfzehn Minuten Fahrzeit der Motor ungleichmüßig arbeitete. M. Deutsch hofft aber den kleinen Schaden bald ausbessern zu können, um alsdann die Versuche wieder aufzu­nehmen. Mit nicht geringerm Interesse als diesen Ballon verfolgt die Heeres­verwaltung die Verbesserungen an dem kleinen Luftschiff des Grafen Henry de la Vaulx von nur 720 Kubikmetern und einer Länge von 32,5 Metern, der nach seinem ersten, nicht ganz geglückten Versuch im Juni vorigen Jahres kürzlich mit neuen Probefahrten begonnen hat, die Zeitungsnachrichten zufolge sehr befriedigt haben. Besonders gerühmt wird das gute Funktionieren einer zweiflügligen Schraube neuen Systems. Unter besondrer Teilnahme der Militärbehörde steht endlich auch noch das jüngste Luftschiffproblem des be­kannten Sportsman de Saint-Chaffrey, der einen Ballon seines Namens in Arbeit hat und mit den öffentlichen Vorvcrsuchen im Mai dieses Jahres be­ginnen wollte. Das Luftschiff ist gegenwärtig in der dem Luftschiffcrbataillon gehörenden Ballonhalle La Menagerie in Versailles untergebracht und wird auf Anordnung des Kriegsministers zu seinen Übungen ausschließlich von Mannschaften des Militürluftschifferparks Chalais-Meudon bedient. Der Ballon soll den kleinen lenkbaren Luftschiffen, wie Santos-Dumont vor einigen Jahren gebaut hatte, sehr ähnlich sein, die Form einer Spindel haben, mit einer Gondel aus Bambus verschen werden und seinen Antrieb durch einen Motor von 25 Pferdekrüften erhalten. ^

Die Beziehungen des Deutschen Reiches zu den Vereinigten Staaten von Amerika

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om rein geographischen Standpunkt betrachtet Professor Dove*) die Vereinigten Staaten von Amerika (nicht Nordamerika, wie er irrtümlicherweise schreibt) und deckt dann in genialer Weise den Zusammenhang zwischen den dem Lande innewohnenden Eigenschaften und seiner wirtschaftlichen Entwicklung auf. Das T^uch hat den Vorzug der Kürze und behandelt aus 65 Seiten den gesamten ^^Wirtschaftsgeographie der Union in Betracht kommenden Stoff. Möchten

") .Karl Dove, Angelsächsische Niessnreiche. Eine wirtschastsgeogrnphische Unter- 'Uchung, Teil II, Jena, Hermann Costenoble, 1907.