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Esperanto und Rotes Kreuz
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was das fahrende Volk erzählte 517

Man nehme sich nur Frankreich als Beispiel. Dort hat die Militärbehörde schon angeordnet, auf den Personalberichten über die Offiziere neben der Kenntnis fremder Sprachen auch anzugeben, ob der Offizier die Weltsprache kennt, und zwar geschieht das, indem mau schreibt: lit vt xarle l'Lgxoranto. Durch eiu geordnetes Zusammenwirken ließe sich also ohne große Mühe ein Werk von unschätzbarem Wert schaffen, und man wurde, wie Dr. Zamenhof i" dem obenerwähnten Briefe auch schreibt, sich rühmen können, daß man eine große Menge von Trübsal vom Schlachtfelde weggeschafft und die Mitglieder des Noten Kreuzes iu ihrem menschenfreundlichen Wirten wesentlich nnter- stützt habe.

Soweit die öölg'ihue miliwire. Sicher wäre eine Sprache, in der sich wenigstens alle Kulturvölker verständigen könnten, vou unermeßlichem Werte. Es fragt sich nur, ob es nicht mehr zu empfehlen und leichter durchzuführen ist. eine der bestehenden europäischen Sprachen, etwa die schon so weit auf der Erde verbreitete englische Sprache zur Weltsprache und deshalb obligatorisch in allen Ländern zu machen, als eine ganz neue Sprache wie Esperanto oder Volapük zu konstruieren. Die Einführung ciuer bestehenden Sprache scheint mir leichter durchzuführen. 6- v. h.

Was das fahrende Volk erzählte

Ans den Loswiger Bettelregistern von Zvilhelm Berdrow

n einem frühern Grenzbotenartikel (1907, Nr. 18) habe ich zn schildern versucht, welche Menge von Leuten aus den verschiedensten Ständen, Berufen und Gegenden die gewerbsmäßige Wander- bcttelei auf den Landstraßen im siebzehnten Jahrhundert in Be- -wegung erhielt, und welch ein Strom von ihnen sich jahr- jahrein durch eine kleine Landstadt ergoß. In großen Städten mögen ne schon damals keine Rolle gespielt haben, in der Menge verschwunden sein, ^le heute der viel stärkere Strom derarmen reisenden Handwerker". Aber u> einem Städtchen wie Coswig hatten sie Muße, ihr Verslein von ihren beiden und Erlebnissen herzusagen, und hatte der Stadtschreiber Muße, es "'cht nur anzuhören, sondern auch ab und zu ein wenig davon mit in die iechnungsbücher einstießen zu lassen, wo er die kleinen Ausgabeposten au die ""neu und brandbeschädigten Leute eintrug. Diese, oft in Abordnungen ihrer ^'"geäscherten Heimatsorte kommend, bilden eine besonders starke Abteilung der ^unosensammler. Brände waren eben früher, als die Wohnhäuser fast aus- "ahmelos von Holz und Lehm erbaut wurden, viel häufiger und verheerender ^" wenigen Stadt- und Kirchenrechnungen zwischen 1595 und KW werden große Brände berichtet aus Erfurt (200 Häuser), Wartenburg

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