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Luftreisen
Der letzte Teil der Trilogie, der voraussichtlich 1908 zu erwarten sein dürfte, wird den Zusammenbruch der napoleonischen Herrschaft behandeln. Er soll mit dem russischen Feldzuge beginnen, im zweiten Akt den Sieg der Engländer bei Victoria schildern, dann die Kämpfe mit den Verbündeten, Elba, die Hundert Tage und endlich Belle-Allicmce. Ein Epilog der Geister soll die Trilogie schließen. Beda prilixp
Luftreisen
von Johannes poeschel 6. Im Winter von Bitterfeld über St. Afra nach Dresden
as war eine Fahrt, wie sie wohl einzig in ihrer Art dasteht. Tausende und abertausende von Möglichkeiten bietet die Windrose, und doch fügte es sich, daß unser Flug von Bitterfeld aus zwei von uns auf den Kilometer genau über die gemeinsame Heimat, über die Stätten unsrer Berufstätigkeit hinwegführte und wir den dritten sozusagen beinahe vor seiner Haustür absetzen konnten. Unsern Kartenvorrat hatten wir umsonst mit uns geführt: mehr als sechs Stunden schwebten wir über dichten Wolken, die jede genauere Orientierung überhaupt ausschlössen, und in dem Augenblick, wo endlich eine Ortsbestimmung möglich wurde, da lag eben das Heimatgelände vor uns, worin wir auch ohne Karte Bescheid wußten. Und was mußte gegen unsre anfänglichen Wünsche und Pläne sonst noch alles zusammenwirken, was für scheinbar ärgerliche Hindernisse mußten in den Weg treten, damit diese wunderbare Überraschung uns als große nachträgliche Weihnachtsfreude beschert werden konnte!
Sonnabend den 29. Dezember, so früh am Tage als möglich, sollte die Fahrt begonnen werden, östliche Winde hätten uns an diesem Tage etwa nach der Weser zu getrieben. Aber Stunde auf Stunde verging, ohne daß an ein Aufsteigen zu denken war. Während der vorausgegcmgnen Weihnachtsfeiertage hatten die Maschinen des Werkes Elektron II gestanden, und bei der herrschenden Kälte nahm es mehrere Tage in Anspruch, sie wieder völlig in Gang zu bringen. Von den vier Systemen, mit denen sonst die Füllung erfolgt, waren zwei noch eingefroren, dazu gesellte sich der Bruch eines Ventilators, dessen Wiederherstellung ebenfalls geraume Zeit forderte. Der Wasserstoff drang daher so langsam in die Hülle unsers „Ernst" ein, daß er nur ganz unmerklich an Körperfülle gewann, obwohl von der Leitung des Werkes alles geschah, um es zu beschleunigen. Auch nimmt ein Ballon im Winter eine viel größere Gasmenge in sich auf, da sich dieses in der Kälte zusammenzieht. Der bei wärmerer Temperatur 680 Kubikmeter fassende „Ernst" verschlang jetzt ungefähr