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Die Turkmenen in Transkaspien : die Eisenbahn : Reiseerinnerungen
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Tänzelfritze

der Offiziere sind mehrmonatige Spezialkurse in Aschcibad, am Sitz der Direktion, eingerichtet. Die auf diese Weise vermittelte praktische Dienstkenntnis der Eisen­bahntruppe kommt der Kriegsbereitschaft an der Südostgrenze zweifellos ebenso zugute, wie sie die Möglichkeit gegeben hat, die Störung des Betriebes während des auch hier versuchten Streiks auf ganz kurze Zeit zu beschränken. Alle Beamten sind Russen, für deren Familien durch Schulen und Wohlfahrtsein­richtungen ganz gut gesorgt ist.

Die Transkaspische Eisenbahn war vor Vollendung der Orcnburg-Taschkent- bahn ein für sich allein bestehender Schienenweg, der in reichlich unsicherer Verbindung mit den andern russischen Verkehrsstraßen stand. Trotzdem konnte der frühere Chefarzt der Skobeljeffschen Expedition Dr. Heyfelder mit Recht folgendes Urteil abgeben:Die Eisenbahn hat die ganze politische Konstellation in Zentralasien verändert, den Wüstengürtel, den England als Schutz für Indien ansah, durchschnitten, den Truppenzuzug aus Turkestan, Kaukasien und den Wolgagegenden ermöglicht, das Ansehen Rußlands in Mittelasien konsolidiert und die Russifizierung seiner asiatischen Besitzungen mit einem Schlage um ein Menschenalter gefördert."

Mit der Tatsache des erfolgten Anschlusses an das europäische Schienennetz ist dieser ihr Wert gewaltig gestiegen. Darauf werde ich noch einmal mit ein paar Worten zurückkommen müssen.

Tänzelfritze

von Max Grad (Fortsetzung)

>enn Wine Reichhardt, häufig erst recht spät Nachts, in dem linken Dachkämmerchen im rechten schläft Fritz, der des Nachts bis vor kurzem noch einen Heilgehilfen bei sich haben mußte zur Ruhe kommt, kann sie trotz aller Müdigkeit sehr oft keinen Schlaf finden. Dann steigen all die Monde und Tage seit jenem 22. Juli in ! buntem, tollem Reigen vor ihr auf und wirbeln ihr das Herzblut mit herum, sodaß ihr im eignen Bette schwindlig werden will.

Sie weiß es noch so gut, wie sie an jenem Morgen, erfreut, daß Tante Rankenswor sie zum Krämer Tetemann schickte, aus dem Düster in den lichten Sommermorgen hinausgetreten war. Beim Anblick des glitzernden Flusses, all der frischen Sonnenpracht hatte sie gleich wieder an Franz Nowatsch und seinen ausgesprochnen Sinn für die Natur und deren Schönheiten denken müssen. Auch daran, wie stumpf dagegen Fritz Tetemann diesen gegenüberstand, und daß sie ihm mancherlei zu sagen habe, was keinen Aufschub dulde, und müsse es zwischen Tür und Angel geschehen! Sie war noch nicht bet dem an der Flußstraße schaffenden Hänse-Karl angelangt, da hatte dieser, mit Steineklopfen aufhörend und die dunkle Schutzbrille über die Stirn hinaufschiebend, von der andern Seite herüber schon ihr das Fürchterliche zugerufen. Eisiger Schreck war Wine durch den Körper gefahren. Sie stand ganz stumpf und starrte den Steinklopfer an. Ihr war es, als tropfte