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Materialistische Strömungen in der amerikanischen Literatur
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Baku

So vollendet sich Lily Barts Schicksal. Da ihre Augen nach den Höhen des Lebens schauten, hatte sie nicht acht, wohin ihre Füße traten, obwohl sie ahnte, daß sie durch Blumen über trügerisches, sumpfiges Erdreich schritt. Die Teilnahme für das tragische Geschick der Einzelnen überwiegt am Ende das Interesse an dem meisterhaft entworfnen Sittcngemälde mit dem schimmernden Hintergrunde, der, wie die Verfasserin mit so sicherm Urteil dentet, nur vergäng­liches Truggold ist.

Drüben über dem Ozean pulsiert das Leben so rasch und ungestüm, daß wir dem unaufhaltsamen Aufundnieder kaum folgen können. Solche unsteten Wallungen spiegeln sich natürlich auch in der Literatur. Es ist ein Keimen, ein rasches Blühen, uud der treibenden Frucht bleibt kaum Zeit zum Reifen, ehe eine neue Blüteufüllc andrer Art sie überdeckt. So darf es uns nicht wundern, daß im Lande der schroffen Übergänge unter dem Banner des Materialismus, der gegenwärtig den Sieg des Reichtums über die Ideale des Lebens verküudet, im Verborgnen schon eine neue, gesundere Weltanschauung heranreift.

Beda prilipp

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Baku

Reiseenmierungen von H. Toexfer

ie Fahrt von Tiflis nach Baku kaun ohne Gewissensbisse in die Nacht verlegt werden. Nur bei Ssogut-Bulach treten die Ausläufer I des armenischen Berglandes malerisch an die Knra heran, die zu­nächst der Eisenbahn zur Rechten bleibt und eine wenig Interesse ! erregende Ebene dnrchfließt. Zweimal wird der Fluß noch über­schritten, ehe er sich jenseits von Jelissawetpol nach Südosten wendet, worauf er sich durch die Transkaukasische Steppe zum Knspischen Meere schleppt und nicht allzuweit vom Grenzfluß Arax, durch eine Landzunge getrennt uud vorher durch eiueu Nebenarm mit ihm verbunden, mündet. Fast alle von den Gebirgen kommenden Wasserläufe verzehrt die öde Landschaft. Die Schleier der Nacht verdecken uns, was noch an angebauter Gegend im Kuratal durcheilt wird, auch den Ort Akstafa, von dem aus die alte Poststraße am Goktschasee vorüber nach Eriwcm führt, die Gouvernementshauptstadt Jelissawetpol und die Kurabrücke bei Jewlach. Von hier aus kann man die Städte Nucha in Kachetien und das letzthin vielgenannte Schuscha, beide kaukasische Jndustricorte, auf guten Post- straßeu erreichen. Alle diese Punkte sind sonst lohnende Ziele, die wir uns leider für diesesmal nicht stecken können.

Beim Erwachen aus traumlosem Schlaf begrüßt uns in der Steppe seit längerer Zeit znm erstenmal ein trüber Morgen, in dessen regenfeuchten Nebel­schwaden die flache Landschaft nur uvch öder als sonst erscheint. Mühelos