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Kulturbilder aus den Balkanstädten. 3. Die Balkenstädte von der modernen Seite
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Die Schule der Welt

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deutsche Wesen kaum irgendwo zum Ausdruck, es sei denn in Belgrad, das ganz den Eindruck einer deutschen Stadt macht. Im übrigen herrscht, wenn man das moderne Leben und die äußere Physiognomie ins Auge faßt, ein französisch-italienischer Zug, wenn man das volkstümliche Treiben betrachtet, eine aus urwüchsigem Bauerntum und orientalischer Lässigkeit gemischte Balkan­art vor. Das Verhältnis dieser beiden Bestandteile aber beginnt sich immer mehr umzukehren: wie sich das Reflexbild eines Nebelbilderapparats leise wandelt, indem die Umrisse des einen Bildes verschwimmen, und die des andern daraus emportauchen, so erscheint dem häufigern Besucher das äußere Bild der Balkanstädte wie ein solches Wandelbild; die Formen und die Farben des Orients verschwimmen und verschwinden mehr und mehr, und die Umrisse eines modern europäischen Städtebildes treten immer deutlicher daraus hervor; die Metamorphose ist noch lange nicht abgeschlossen und steht nicht überall in demselben Stadium, wenn man aber bedenkt, in welchem Zustande diese Städte noch vor zwanzig Jahren waren, muß man staunen, wie schnell ihre Europäisierung seitdem vorgeschritten ist.

Die schule der Welt

Ein preußisches Lustspiel Friedrichs des Großen von Georg peiser

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^ er zweite Akt spielt in der Wohnung Argans. Julie ist voll Ver­zweiflung über die Aussicht, Mondor, dem ihr ganzes Herz ge­hört, entsagen zu müssen. Aber sie wagt trotz Nerinens Zureden keinen Widerstand gegen ihren Vater, den sie zärtlich liebt, und noch weniger gegen ihre Mutter, die das Regiment im Hause ! führt. Ihr Gespräch wird durch das Eintreten der Madame Argan unterbrochen. Sie sinkt sofort in einen Sessel und klagt über heftige Migräne. Die verwünschte Schildwache an der Ecke mit ihrem ewigen Wer da-Rufen werde sie noch ganz unter die Erde bringen. Nerine lenkt das Gespräch auf die beabsichtigte Verlobung. Und während Julie stumm zuhört und nur von Zeit zu Zeit einen Verweis wegen ihrer schlechten Haltung bekommt, setzt die Mutter auseinander, weshalb ihr die Verbindung mit dem Sohne ihres Nach­bars so sehr zusage.Bardus ist so grundgelehrt" was tut es, daß er sich, wie Nerine einwirft, mit seiner Pedanterie in der ganzen Stadt lächerlich macht und sogar der Zofe auf der Treppe philosophische Vortrüge hält, oder daß er sich, wie böse Zungen behaupten, seine Bücher von seinem Freunde,dem dicken Professor", schreiben läßt.Man kann doch nicht alles allein machen, erwidert Madame Argan. Die Hauptsache ist: Bardus hat viel Geld, und Vilvesee ist sein einziger Sohn. Als man mir den Vorschlag machte, meinen jetzigen Mann zn heiraten, meint Madame Argan, habe ich auch zuerst gefragt: wieviel Ein-