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Die Bernnstorffs
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Deutsche Volks- und Bauernkunst

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und die Kindheit, das Universitätsleben und die Reisen seines Sohnes Andreas Peter (geboren 1735) bis zu dem Punkte, wo dieser, nach den Anweisungen des Ministers, seines Onkels, ebenfalls zum Staatsmann und Diplomaten gebildet, in Kopenhagen eintraf (25. April 1758). um dessen Gehilfe und Nach­folger zu werden.

Wir wünschen dem Friisschen Werke die gute Aufnahme beim deutschen Publikum, die es verdient, damit es nicht ein Torso bleibe, sondern seine Fortsetzung und Vollendung finde. Es bietet einen reichen und interessanten Stoff in gefälliger Form und bester Ausstattung. Hie und da ist die Dar­stellung etwas breiter als nötig, auch finden sich entbehrliche Wiederholungen. Wenn der verdiente Verfasser den Entschluß finden könnte, diese unbedeutenden Mängel bei den folgenden Bänden zu vermeiden, so würde der Raum gewonnen werden, im Texte noch etwas mehr originelle Äußerungen der Bernstorffs selbst und ihrer Korrespondenten wiederzugeben, die doch schließlich den eigentlichen Wert eines solchen Buches ausmachen.

Deutsche Volks- und Bauernkunst

von Joseph August Tux in Wien-Döbling

ie Bauernkunst, dieses Volkslied der bildenden Künste, dem Schutze des Publikums zu empfehlen, ist heute schon eine dringende Angelegenheit geworden. In den letzten Jahrzehnten ist ein bißchen stark gesündigt worden gegen dieses uralte und kostbare Erbe des Volkes; in vielen Provinzen, namentlich in den Umgebungen der Großstädte ist vielfach schlechtes Neues an Stelle des guten Alten getreten, und die treuherzigen, auf bodenständiger Überlieferung be­ruhenden Formen im Hausbau und in sonstigen Dingen des Alltags sind verschwunden und mit ihnen ein gut Teil Schönheit des Landes. Einen Protest gegen diese Verheerungen legen neuestens die Bestrebungen zur Pflege künstlerischer Bildung ein, die unter der Anleitung von A. Lichtwark, Schultze- Naumburg, Avenarius u. a. namentlich auf den Heimatschutz gerichtet sind, und die sicherlich auf eine große, täglich wachsende Anzahl von Mitstreitenden und Mitstrebenden rechnen können. Namentlich der Intelligenz des Dorfes, der Lehrerschaft auf dem Lande, die sich über den Mangel an Museen, Ausstellungen, Kunstanstalten zu beklagen pflegt, soll gezeigt werden, daß das Kunstinteresse gerade dort die beste Nahrung empfängt, wo die Kunst so innig mit dem Leben verwachsen ist wie auf dem Lande, obgleich der Bauer seine formalen Leistungen, die er organisch aus dem Bedürfnis ableitet, zu seinem Glücke gar nicht als "Kunst" anzusprechen geneigt ist. Es ergeht ihm wie Mr. Jourdain, dem Grenzboten IV 1906 32