ZVas bedeuten uns Bachs Kirchenkantaten?
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Wie kriegerisch die alten Zeiten gewesen sein müssen, beweisen nach Jones die Ausdrücke für Frieden in den arischen Sprachen, die sämtlich, wie xax von xanAörs, nur einen auf Vertrag beruhenden Zustand, also einen Ausnahmezustand bezeichnen, eine Unterbrechung des Krieges, der als der Normalzustand gilt. In den Abschnitten über Kunst und Wissenschaft, Religion und Jenseitsglauben haben wir nichts neues gefunden. Nur eines wollen wir anmerken. Pastor bestreitet sehr lebhaft die hergebrachte Ansicht, daß unsre Schrift aus der ägyptischen Bilderschrift entstanden und den Griechen durch die Phönizier vermittelt worden sei; nach ihm stammt die Buchstabenschrift von den germanischen Runen. Nach Jones hat tatsächlich in Urzeiten ein europäisches Alphabet bestanden, und die Griechen haben daraus die vier Buchstaben Z", ^5, S, v bewahrt und dem phönizischen Alphabet angefügt, als sie dieses übernahmen. Keine Verwandtschaft mit dem phönizischen Alphabet zeigen auch die im Palast von Knossos auf Kreta aufgedeckten Schriftzeichen.
Was bedeuten uns Bachs Kirchenkantaten?
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>u den erfreulichsten Dingen, die wir Heutigen erleben können, gehört die gegenwärtige Bachbewcgung. Immer mehr kommt es der Nation und der Menschheit zum Bewußtsein, was für ein bewundernswerter geistiger Schatz die Kompositionen Bachs sind. ! Immer weitern Kreisen erschließt sich der Segen ihrer Schönheit. Nicht mehr bloß, wie einst, der Virtuos, der Fugenmeister, der gelehrte Tonsetzer — nein, der Wundermann im reichsten Sinne des Worts übt jetzt seinen Einfluß, und ähnlich wie bei Dürer ist es die ganze Größe einer hehren Persönlichkeit, die uns nunmehr so anzieht bei dem Thomaskantor, den frühere Geschlechter bei allem Respekt doch ziemlich philisterhaft beurteilten. Und da Bach ein Sohn der Kirche ist, so führt der religiöse Drang der Gegenwart ohne weiteres dazu, in Bach ein auserwähltes Rüstzeug für den Kampf zwischen Glauben und Unglauben zu schützen. Bekanntlich nimmt dieser Kampf immer neue Formen an. Bach — so hat man wiederholt gesagt — ist ein Missionar. Gewiß, wir haben die feste Überzeugung davon. Bach, der so durchaus Musiker ist, geht in seinen Wirkungen doch auch über das bloße Musizieren hinaus. Er ist, wie nur irgendein Held oder Heiliger, ein Sendbote und Wegbereiter Gottes. Ein Weckrufer, der den Sinn für das Göttliche fördert, von Jahrhundert zu Jahrhundert. Es fragt sich nun, wie wir seinen Ruf aufnehmen. Wir müssen — soviel ist wohl klar — Bachs religiöse Gedankenwelt „kennen und bejahen". Wir dürfen Bachs Kirchenmusik nicht „voraussetzuugslos", „rein ästhetisch" genießen wollen, sondern müssen nach einem richtigen religiösen Rahmen dafür suchen. Wie geschieht das aber?