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Die russische Armee nach dem Kriege gegen Japan
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Die russische Armee nach dem Kriege gegen Japan

eber die Demobilmachnng der russischen Armee und deren Rück­transport vom Kriegsschauplätze nach der Heimat werden fort­während die widersprechendsten Nachrichten verbreitet. Mit be­stimmter Sicherheit läßt sich folgendes sagen: Bis jetzt sind in ihren heimatlichen Standorten im europäischen Nußland von der Feldarmee vollzählig nur die zum 13. Armeekorps (Smolensk) gehörenden Truppenteile und Behörden eingetroffen. Es ist das Armeekorps, das sich während der beginnenden Friedensverhnndlungen noch auf der Ausreise befand, angehalten wurde und dann als erstes die Rückfahrt antreten konnte. Außerdem ist noch das 4. sibirische Armeekorps, das westlich vom Baikalsee, in Omsk, Jrkntsk usw., seine Standorte hat, teils mit der Bahn, teils in Fußmärschen zurückbefördert worden, nachdem es durch die Entlassung der Reserven auf seinen Friedensstand von zwei Reserve-Jnfanteriebrigadeu gebracht worden ist. Sonst haben nur Reservisten und die jedem Transport zur Aufrechterhaltung der Ordnung und Sicherheit zugewiesenen Begleitkompagnien aus aktiver Mannschaft die Heimat erreicht. Alle übrigen Bestandteile der ehemaligen Mandschureiarmee, mit Aus­nahme natürlich der an Ort und Stelle aufgelösten sibirischen, Amur-, Trans­baikal- und Ussuri-Kosakenheere deS zweiten und des dritten Aufgebots, befinden sich entweder noch auf der Eisenbahn (das 1., 10. und 17. Armeekorps mit den Ural-, Don- und Orenburg-Kosakenregimentern zweiten Aufgebots) oder auf der Rückfahrt zur See nach Odessa (die 14. Infanteriedivision vom 8. Armeekorps nebst Reserven), oder sie sind noch gar nicht in Marsch gesetzt (das 4., 9., 16. und 19. Armeekorps, die sechs europäischen Schützenbrigadcn und die während des Krieges aus sechs europäischen Neservedivisionen gebildeten sibirischen Armeekorps Nr. 5 bis 7). Die nicht mit aufgeführte 15. Infanteriedivision vom 8. Armeekorps wird mit den letzten Schiffstransporten nach Odessa abgehn und wird im Laufe des Mai hier erwartet. Nach zuverlässigen Meldungen mußten insgesamt 12500 Offiziere. 917000 Mann und 270000 Pferde znrück- befördert werden. Berücksichtigt man dazu den großen Eisenbahnstreik, der monatelang eine ordnungsmäßige Benutzung der nur eingleisigen sibirischen Grenzboten II 1906 22