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Bürgerkunde in der Schule
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Aus Polens letzte» Tagen

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Solche grundlegende Kenntnisse aber muß die Schule übermitteln. Man wende hiergegen nicht ein, es sei nicht Aufgabe der Schule, insbesondre nicht des humanistischen Gymuasiums, auf allen möglichen Gebieten Kenntnisse zu übermitteln, der Schüler solle vielmehr arbeiten und denken lernen, es sollen ihm die Grundlagen gegeben werden, von denen aus er später imstande ist, weiterzuarbeiten und sich selbst auszubilden. Denn gerade um solche Grund­lagen handelt es sich hier. Es handelt sich um Kenntnisse, die nötig sind, und die sich, wie man vielleicht nicht theoretisch beweisen kann, wie aber die tägliche Erfahrung lehrt, später fast keiner aneignet, weil er nicht imstande ist, das nach­zuholen, was die Schule versäumt hat, nämlich ihm gewisse Grundbegriffe ein­zuprägen und geläufig zu macheu, von denen ans er später, und sei es bei Gelegenheit des Zeitunglesens, seine Kenntnisse hätte erweitern können.

Der Schulunterricht ist also der Weg, auf dem Abhilfe geschaffen werden kann und muß. Es ist uamentlich Sache des Geschichtslehrers, ebenso (oder besser in noch höherm Maße) wie er in der römischen Geschichte römische Ver­fassung uud Verwaltung vorträgt, in der deutschen Geschichte die Schüler mit den Grundlagen unsers Rechts, unsrer Rechtsprechung- und Verwaltungs­behörden bekannt zu machen. Anch der Lehrer des Deutschen mag gelegentliche Streifzüge iu dieses Gebiet uicht scheuen; reichliche Gelegenheit bietet sich ferner im lateinischen Unterricht. Wer mit den Schülern zum Beispiel Ciceros Briefe liest, hat so viel Gelegenheit, ja ist geradezu, um den Schülern das Verständnis des Gelesnen zu ermöglichen, gezwungen, auf römische Staatseinrichtungen, politische Verhältnisse usw. eiuzugehn. Wie leicht läßt sich da ein Vergleich mit heutigen Zuständen ziehn!

Die im vorstehenden angedeuteten Gedankengäuge sind ja nicht mehr als eine flüchtige Skizze; wie das alles im einzelnen ausgeführt werden müßte, ist Sache eingehender, namentlich schnltechnischer Erwägung. Wenn aber das, was mir vorschwebt, einmal zustande kommen sollte, so wird es reiche Früchte tragen und wird auch dazu beitragen, dieEntfremdung zwischen Recht uud Volk," die zum großen Teil auf Unkenntuis beruht, zu vermindern.

Aus Polens letzten Tagen

Erinnerungen eines deutschen Dichters von Georg Peiser (Fortsetzung)

ie Nacht brach herein eine wunderbare, herrliche Mond­nacht, niemals ist ihr Gedächtnis aus der Seele des Dichters geschwunden. Der Donner der Geschütze, der sich dumpf durch die Straßen brach, das Knattern des Gewehrfeuers, der hohle Ton der Lärintrvmmelu, der gelleude Laut der Sturmglocken, das Heulen der Hunde, das Hurrageschrei der Aufständischen welcher Umsatz zn dem milden, silbernen Licht des Mondes, das alles rings umher