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Unsere wichtigsten Nahrungsmittel und ihre Nährwertsbeurteilung
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Im Lande des Kondors

von der genannten Nährsubstanz etwa 16 Prozent und mehr als 60 Prozent Fett. Sie werden aber viel zu schwer uud langsam (erst iu etwa fünf Stnnden) verdaut oder verlassen auch größtenteils unverdaut den Körper wieder und finden deshalb als Nahrungsmittel'nicht die entsprechende Ausnutzung, reizen außerdem den Kehlkopf und sind ans allen diesen Gründen ungeeignet dazu, als Ersatz­mittel für tierisches Fleisch zu dienen.

Ganz hervorragenden Wert haben alle Obstfrüchte jedoch als Genußmittel, denn sie enthalten außer verschiednen Säuren (namentlich Apfel-, Zitronen- und Wein-, ferner Klee-, Gerb- und Gallussäure), fetteu sowie ätherischen Ölen, Frucht­ätherarten, Pektin- oder Pflanzengallertekörpern, phosphorsauern Salzen usw. besonders viel Frucht-, Trauben- oder Rohrzucker, und zwar beträgt der Zucker­gehalt bei Äpfeln 7,2, bei Birnen 8,3, bei Kirschen 10,2, bei Pflaumen 3,6, bei Aprikosen 4,7 und bei Weintrauben 24,4 Prozent. Diese Bestandteile tragen dazu bei, das Obst reich an Süßigkeit, an milderer oder herberer Säure, an Aroma usw. zu machen; sein hoher Wassergehalt verleiht ihm außerdem besondre Saftfülle, sodaß es ebenso erfrischend wie heilsam auf den Körper zumal auf den jungen wirkt, wenn von ihm keiue größern Mengen als etwa ^ bis ^ Pfund täglich genossen werden.

Im Lande des Kondors

Plaudereien ans Lhile von Albert ZZaiber (Fortsetzung)

Wer der tüchtigsten Präsidenten der Neuzeit war Balmaceda. Die Art und Weise, wie er seine Reformen einführte, seinen Willen durchsetzte, schuf ihm viele Feinde. Radikale und Ultramvntane verbanden sich zu seinem Sturze. Eine Revolution wurde in- szeniert, die im Interesse des Landes besser unterblieben wäre; denn von dieser Zeit an (1891) datiert die offenkundige politische Anarchie des Landes. Balmaceda selbst erschoß sich im September 1891. als sein Anhang ^urch die Truppen der Aufstündischen bei Valparaiso geschlagen worden war. ^' geradezu scheußlicher Weise wurde mit den Anhängern des unglücklichen Präsidenten verfahren. Der Mob mordete, ranbte und plünderte in den Hänsern ^ Valmacedisten ungestraft nach Herzenslust. Da die Regierung zu schwach War, die Interessen der Ausländer zu wahren, so landeten die Kriegsschiffe der fremden Mächte zu diesem Zwecke in Valparaiso Truppen. Hoffentlich vollzieht uch in Chile die Wendung zum bessern ohne einen zweiten Bürgerkrieg; wenn 'ucht, so fMt Chile über kurz oder lang, weil es unfähig ist, sich selbst zu Agieren, einem mächtigern Staate als Beute zu. Das wäre aber wirklich sehr bedauern. Wenn ein Volk in ganz Südamerika dank seiner vielen guten 'genschaften zu einer leitenden, führendeil Rolle bestimmt sein könnte, so wäre es das chilenische. Allerdings stehn dessen Chancen in dieser Richtung heute 'ehr schlecht.