Unsre wichtigsten Nahrungsmittel und ihre Nährroertbbeurteilung 59Z
strebeil, mit den Leuten, die wir ja nicht nur alle drei Jahre als Stimmmaterial betrachten, sondern die wir als unsre Mitarbeiter, als unsre Mitmenschen zu betrachte» gewohnt sind, in Frieden zu leben." Der Referent Bueck sagte u.a.: „Die geschilderten Vorgänge und Bestrebungen, die sich bei der Feststellung des Krankenkassengesetzes in so unliebsamer Weise gegen die Interessen der Arbeitgeber und der Industrie geltend gemacht haben, müssen unsre ganze Stellung gegenüber der sozialen, nach der Kaiserlichen Botschaft in so großen Zügen angelegten Gesetzgebung, besonders der Unfallversicherung gegenüber, beeinflussen. Ich will damit nicht sagen, daß Sie heute weniger bereit sind als früher, selbst mit Opfern die großen sozialen Pläne unsers hohen Herrn und Kaisers und seines Kanzlers zu fördern und zu unterstützen." Aber man könne den weitern Maßnahmen nicht ohne Sorge entgegensehen, müsse mit äußerster Vorsicht zu Werke gehn und alles aufbieten, den vom Verband eingenommnen Standpunkt zu wahren. Wer glaubt, durch solche Gesetzentwürfe die augen- blickliche Stimmung in den Arbeiterkreisen verändern zu können, der täusche sich, und wahrscheinlich sei auch der Reichskanzler von dieser Täuschung nicht vollkommen frei. Möge die Regierung mit dem, was sie den Arbeitern zuwenden will, bis an die äußerste Grenze des Möglichen gehn, sie werde niemals so weit gehn können, daß sie nicht von gewerbsmäßigen demokratischen Wahlagitatoren übertrumpft werden könnte. „Ich verwahre mich gegen den Verdacht, daß ich hier an unsrer Verfassung rütteln wolle, aber meine Herren, so fest wie ich davon überzeugt bin, daß der Stein, der meiner Hand entgleitet, zur Erde füllt, so fest bin ich davon überzeugt, daß die Wahlen auf Grund des allgemeinen Wahlrechts, bei denen die in ihrer Urteilskraft noch wenig entwickelten Massen den Ansschlag geben, von Wahl zu Wahl radikaler ausfalleil
^ssen." (Schluß folgt)
Unsre wichtigsten Nahrungsmittel und ihre Nährwerts-
beurteilung
von L. s. Zürn
eiten vorübergeheudeu Knapp- und Teuerwerdens bestimmter Nahrungsmittel geben Gelegenheit zu Erörterungen der Frage, durch welche andern Nährstoffe sich die jeweilig in relativ zu geringen Mengen und in zu hohen Preislagen zu Markte gelangenden Nahrungsmittel vollwertig, dabei aber billiger ersetzen lassen. Außer Wasser, von dem ein Erwachsener täglich etwa 2700 bis 2800 Gramm ^braucht, und außer gewissen anorganischeil Bestandteilen (z. B. phosphorsauern Salzen, Kochsalz, Kalk. Eisen usw.) enthält die menschliche Nahrung vor allem wch Eiweiß oder Protein, Fett und Kohlehydrate, wie Stärke, Zucker usw., die bekanntlich als Fettbilduer und, gleich den Fetten, besonders die Atmungs-, die