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Nochmals der höhere Verwaltungsdienst in Preußen
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Der Wald und die wachsende Landeskultur

noch am meisten entbehrt und durch praktische Kenntnisse und Lebenserfahrung ersetzt werden. Wichtiger als der Landrat war damals der Steuerrat, und dieser war mindestens ein tüchtiger Routinier. Eine besondre Genugtuung ist es für mich, darauf hinweisen zu können, daß auch nur wenige der altpreußischen Verwaltnngsbeamten aus der Justiz hervorgegangen waren. Und dabei waren die damaligen Juristen für eine Tätigkeit in der Verwaltung gar nicht übel vorbereitet. Die Privatrechtswissenschaft des achtzehnten Jahrhunderts, der sogenannte usnZ moäsrnas xÄN<jöLtarv.rn, ist durch und durch praktisch und gleicht gar nicht der Begriffsjurisprudenz unsrer Zeit, die erst von Savigny und seiner Schule aufgebracht worden ist. Man wird deshalb annehmen dürfen, daß auch die gerichtliche Praxis von diesem Geiste durchdrungen war. Vor allem aber kommt für Preußen in Betracht, daß die Landesjustizkollegien, die damaligen Negierungen, die für die Heranbildung der staatlichen Justiz­beamten hauptsächlich wichtig waren, bis zur vollständigen Trennung der Justiz und der Verwaltung im Anfang des vorigen Jahrhunderts, halbe Verwaltungs­behörden waren. Sie waren für zahlreiche Angelegenheiten zuständig, die wir heute ohne weiteres zu den Verwaltungssachen rechnen, zum Beispiel für Schul­sachen, die Staatsaufsicht über die Verwaltung der äußern Kirchensachen, die Durchführung der Agrargesetzgebung und dergleichen. So hatte also damals auch der Jurist reichliche Gelegenheit, sich darin zn üben, auf Grund von Zweck- müßigkeitserwägungen zu entscheiden. Seit der Einrichtung der Kammerjustiz­deputationen im Jahre 1782 wurden außerdem, wie ich früher erwähnt habe, bei diesen Behörden zahlreiche Juristen für den Verwaltungsdienst ausgebildet. Aus dieser Laufbahn ist zum Beispiel der Geheime Rat Friese hervorgegangen, der einen wesentlichen Anteil an den Organisationsgesetzen von 1808 und der folgenden JahreHatte. (Fortsetzung folgt)

9er Wald und die wachsende Landeskultur

O Täler weit, o Höhen, O schöner grüner Wald, Du meiner Lust und Wehen Andächtger Aufenthalt.

> underbar klopft uns das Herz, wenn wir auf einem der mittlern Gipfel des Harzes stehn und unser Auge über das schier un- «ermeßliche Wipfelgewoge ringsum gleiten lassen. Von Viktors­höhe im Ostharz oder vom Knollen im Westharz sieht man I quadratmeilenweit ringsum nichts als bewaldete Berge, erst in weiter Ferne verkündet ein hellerer Streifen am Horizont die Ebne mit ihren goldnen Kornfeldern, ihren Städten, ihrem lauten und unruhigen Hasten. Hier aber auf den Bergen nichts als weltentrückte Stille. Lautlos schwebt ein Falke, seine Kreise ziehend, in den Lüften; allenfalls ein feines Sausen

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