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Eine Verspottung der radikalen Demokratie im Altertum
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Der 2!s. Januar

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gewinnen; das sind ihm Sentimentalitäten; frech und offen erklärt er, daß er im Dienste des Staats nur seinen persönlichen Vorteil suche. Der Dialog endet mit einer reichen Auslese gegenseitiger Schimpfworte.

Der Chor ergreift nun wieder das Wort, um seinen Klienten zu weiterm Kampfe anzufeuern. Der Wursthändler gibt als ein Zeugnis seiner Sinnesart, die ja dem Chöre gefällt, einen lustigen Streich aus seiner Jugend znm besten:

Die Köche hab ich oft im Lenz betrogen.

Ich rief:Der Frühling kommt; erblickt ihr dort

Die Schwalbe?" Und fobald sie danach schauten,

Stahl von dem Fleisch ein gutes Stück ich fort.

Meist merkten sie es nicht; doch sah es einer,

Ich zwischen meine Schenkel damit fuhr,

Es bergend, während ich bei allen Göttern

Für meine Unschuld tat den höchsten Schwur.

Ein Redner sprach, bewundernd meine Gaben:

Es wird einmal ein Staatsmann aus dem Knaben."

Kleou ermannt sich wieder und sucht seinen Gegner einzuschüchtern, indem er ihn mit Hvchverratsprozessen bedroht. Der Wursthändler antwortet ähnlich herausfordernd. Der Kampf wird so hitzig, daß er beinahe in Tätlichkeiten aus­artet. Der Chor ermutigt seinen Klienten. Da wendet sich der Paphlagonier gegen die Ritter, aus denen der Chor besteht:

Längst hab ich es zusammen mir gereimt. Daß ihr dies habt gezimmert und geleimt.

(Schluß folgt)

Der Z^. Januar

ler Monat Januar ist bisher für uns Deutsche ein Monat nationaler und patriotischer Gedenk- und Festtage gewesen: der 18. Januar mit seineu großen Erinnerungen für Preußen und das Deutsche Reich, der 24. Januar als Geburtstag Friedrichs Ides Großeu, der 27. als Geburtstag des Kaisers, zu denen sich eine Reihe militärischer Gedenktage aus der Schlußkatastrophe des großen Krieges gesellt, der letzte Ausfall aus Paris, die Schlußkämpfe an der Loire, Werders heldenmütiger Widerstand an der Lisaine. In dieser Reihe vater­ländischer Gedenktage nimmt sich der 21. Januar d. I., der einer großen revo­lutionären Demonstration gewidmet war, doppelt seltsam ans; es ist deshalb fast verzeihlich, daß das deutsche und insbesondre das Berliner Publikum, das an solche Dinge bisher nicht gewöhnt war, wenig Neigung beknndet, an ihren Ernst zu glauben. Der Sozialdemokratie war es anfangs offenbar darum zu tun, festzustellen, wie weit sie gehn könne, ohne auf den Widerstand des Staates zu stoßen, den zu brechen sie sich noch nicht stark genug weiß, auch sind die Massen noch nicht überall gewillt, ihr auf dieses Gebiet zu folgen. So hatte der 21. Januar neben der Bedeutung einer großen revolutionären