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Der Volkswitz der Römer
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Aus den Meißner Llbdörfern

mnn nicht ungestraft eine so spitze Waffe führe; auch auf den Schützen fliegt der Pfeil zurück. Die Lacher mochte er auf seiner Seite haben, Freunde schuf er sich so nicht. Seine Verbannung war nicht zum wenigsten eine Folge seiner Spöttereien, und auch seiu Todesurteil zog er aus sich ebenso dnrch seine Schmähungen gegen Fulvia, die Gattin M. Antons, wie durch seine direkte politische Opposition gegen den Triumvirn. Als sich die Mörder seiner Sänfte näherten, soll er seinen Kopf dem Schergen mit den Worten hingestreckt haben: Wenn du dies wenigstens richtig tun kannst, schlage das Haupt ab," uoch im letzten Augenblick mit dem Ausdruck des reots kg-oers spielend (8en. srms. VI, 18).

(Schluß folgt)

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Aus den Meißner (Abdörfern

von Vtto Eduard Schmidt

ie Meißner Landschaft zeigt drei scharf ausgeprägte Typen der ^ Siedlung: die Stadt, das Bauerudorf und das Fischer- und Schiffer­dorf. Die Stadt ist der größte und stärkste, das Bauerndorf der behäbigste und behaglichste, dns Schifferdorf der ärmste und schmächtigste unter den drei Brüdern. Die Stadt offenbart ihre Kraft zwar nicht >mehr durch feste Türme und unüberstcigliche Mauern, wohl aber durch den unheimlichen Magnetismus, mit dem sie alles Wurzellockere an sich zieht; das Bauerndorf, besonders das der linkselbischen Lößgegend, zeigt seine Behäbig­keit meist schon durch die stattlichen, quadratischen Gutshöfe, die von weißgetüuchteu, vielfenstrigen Wohn- und Stallgebäuden umgeben, jeder ein in sich geschlossenes Wirtschaftswesen darstellen; dns Schifferdorf aber, meist ans der magern Düne des rechten Elbufcrs, oder wie der Volksmund sagtauf dem Sande" liegend, besteht aus einer Menge herdenmäßig aneinander geschmiegter, ihre schmalen Giebel dem Strome zukehrenden Häuschen mit keinem oder kleinem Hofrauni, denen man es schon von außen ansieht, daß die darin betriebne ländliche Wirtschaft ihre Insassen nicht völlig ernährt, sondern ein Nebengewerbe des Hausherrn fordert.

Natürlich gibt es außer den reinen Bauerndörfern und den reinen Schiffer­dörfern auch Mischformen. Es wohnen auch links von der Elbe in den den Strom berührenden Dörfern einzelne Schiffer, und auf dem rechten Ufer zwischen den Schiffern mich wirkliche Bauern, namentlich dci, wo eine breitere Elbcme reichlichern Feldban und Wiesenwuchs nnd damit einen größern Viehstand erlaubt. Aber un­willkürlich hat der Bauer, dessen Fluren der Strom benetzt, etwas vom Schiffs- mcmn angenommen, sind sie doch beide in vielen Dingen vom Wasser abhängig. Deshalb sind die unmittelbar am Ufer liegenden Dörfer, gleichviel ob in ihnen bäuerliche Wirtschaft oder Handwerksbetrieb und Schiffahrt überwiegt, ein Typus für sich, der der Elbdörfer, der sich deutlich von dem der kontinentalen Dörfer in der Lommcitzscher oder Großenhainer Pflege abhebt. Aus den Elbdörfern führt der Wasserweg nicht nur nach Torgau und nach Magdeburg, sondern nach Hamburg und nach Bremen, ein leichter Vorgeschmack von Seesatz belebt hier die Luft.

Geschichtlich betrachtet sind die Fischer- und Schifferdörfer Wohl die ältesten Siedlungen an der Elbe: sie gehn fast ausnahmlos in die Zeiten vor der deutschen Eroberung zurück. Denn der Slawe ist von Haus ans fast mehr zu Fischfang und Handel als zum Ackerbau geneigt. Sogar vor den deutschen Städten haben