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Der Zweikainpf bei Goethe
namentlich von den Überresten des tapfern Stammes der Hasareh, der sich am Ausgang der achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts gegen die Tyrannei des Emirs empörte und erst nach drei und einem halben Jahr (1893), zum größten Teile hingeschlachtet, zur Ruhe gebracht wurde. Dieser Hinweis auf die Kurzsichtigkeit der Politik Abd-ur-Nahmnn Khans und seine gefährliche Prahlsucht sei mit der Bemerkung geschlossen, daß sein Nachfolger, Habib Ullah, ein Sohn Abd-ur-Rahmnn Khans aus erster Ehe, weitaus befähigter zu seiu scheint als sein Vater, Afghanistan zu einem geordneten, nach den Grundsätzen wahrer Gesittung geleiteten Staatswesen zu machen und seine Bewohner mit den Segnungen europäischer Kultur zu beschenken. Er ist, um diesen eingebürgerten Ausdruck zu gebrauchen, entschieden reformfreundlich.
(Fortsetzung folgt)
Der Zweikampf bei Goethe
(Schluß)
n dem politischen Drama „Die Aufgeregten" braust der Chirurgus Breme von Bremenfeld auf, als seine Tochter Karoline von der zudringlichen Werbung des Barons erzählt. Die Tochter dürfe ihm nichts weiter sagen, er sei hitzigen Temperaments, ein alter Soldat; er würde sich nicht fassen können und einen tollen Streich machen. Aber der alte Herr läßt es bei der Drohung, er tröstet sich mit der sozialen Umwälzung, die er plant, in kurzem werde alles anders sein, die Hunde würden von der Kette losgelassen und den Füchsen den Weg zum Taubenschlag verrennen.
Im ersten Teil des „Faust" kämpft Valentin mit Faust, um seiue Schwester Gretchen an ihm zu rächen. Er fällt nach kurzem Kampfe, weil Mephisto Fausts Klinge führt. Im vierten Akte des zweiten Teils fühlt sich der Kaiser mächtig getrieben, mit dem Empörer, der sich Gegenkaiser nennt, in eigner Person zu kämpfen und ihn mit eigner Hand ins Totenreich zu stoßen. Faust aber weist darauf hin, daß der Kaiser nicht wohl daran tue, das Haupt zu verpfänden, das alle schützen soll.
In den Theaterstücken jener Zeit, die auf die Bühue kamen und meist bald wieder verschwanden, spielte der Zweikampf allgemein eine gewisse Rolle. In seinen Rezensionen in den Frankfurter gelehrten Anzeigen der Jahre 1772 und 1773 gibt Goethe unter der Überschrift „Neue Schauspiele, aufgeführt in den Kaiserlich Königlichen Theatern zu Wien" den gedrängten Inhalt des Schauspiels „Hannchen" und sagt zum Schluß, man schießt, sticht, heult, zankt, fällt in Ohnmacht und auf die Knie, spricht Sentenzen, versöhnt sich, und wie am Schluß versichert wird, alle bezeugen ihre Freude, daß der Vorhang fällt. In denselben Rezensionen sagt der Dichter unter der Überschrift „Lustspiele ohue Heiraten, von dein Verfasser der empfindsamen Reise durch Deutschland" von